Vermutlich haben auch Sie in Ihrem Haushalt Sachen, die Sie einfach nicht wegwerfen können, weil sie doch einen gewissen materiellen Wert haben: Ming-Vasen zum Beispiel oder eine Briefmarkensammlung mit der blauen Mauritius oder Erstausgaben schriftlicher Werke usw..
Diese Gegenstände sind meist Ausdruck postpubertärer Sammelwut und mögicherweise für Sie heute kaum noch von Interesse.
Auch ich habe solche Sachen, bei mir sind das hauptsächlich Pferdeausrüstungsgegenstände. Die Sammelwut war anfangs hobbymäßig bedingt, später dann beruflich. Heute ist die Lage wieder anders: momentan reite ich weder hobbymäßig noch beruflich. Natürlich ist es gut möglich, dass sich das wieder ändert (O-Ton Frau M: “Bei deinem Lebenswandel weiß man ja nie…”). Aber im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass manche Anschaffungen unsinnig waren, manche Ausrüstung unpraktisch und sich überhaupt viel zu viel angehäuft hat.
Daher habe ich nun von meinen anfangs FÜNF Kisten mit Pferdezeugs eine gepackt mit meiner Lieblings- und sinnvollen Ausrüstung. Den Rest habe ich dann in “nicht verkaufbar” und “verkaufbar” eingeteilt.
“Nicht verkaufbar” geht als Spende an den örtlichen Reitverein. “Nicht verkaufbar” heißt, dass ich beim meiner Wertschätzung dafür einen Wert von 0 – 3 Euro angesetzt hab. Könnte man ja eigentlich auch noch verkaufen, denkt man sich nun – aber bei Pferdemenschen ist das so ne Sache: Die Pferdebesitzer hier in der Region sehen ihre Hottehühs oft als ihre Kinderchen an. Und für sein Kindchen wird man doch nicht irgendwas Gebrauchtes kaufen – das wächst ja im Gegensatz zum Menschenkind noch nicht mal mehr. Ich hab schon mal versucht, Sachen hier per Aushang zu verschenken/verkaufen: die Resonanz war äußerst gering.
Daher bleiben also nur die verkaufbaren Sachen, das sind die, die auch in Reiterkreisen mal gebraucht gekauft werden: Sättel, Kleidung. Und dann gibts noch ein paar neue Sachen, die ich als Preis bei Turnieren gewonnen aber nie benutzt habe.
Man kann sowas auf speziellen Flohmärkten verkaufen. Das Blöde ist aber, dass man zuerst mal wissen muss, wo sowas stattfindet und dann auch die Sachen hinkarren muss.
Daher bleibt eigentlich nur e.pa.y. Um dort gut zu verkaufen, fotografiert man seine Sachen und zwar möglichst von allen Seiten. Nun ist es aber so, dass zusätzlich angezeigte Bilder Geld kosten. Ich habe für meine Bilder deshalb einen flickr-Account eingerichtet und verlinke in meiner e.pa.y.-Anzeige dahin. Finde ich total praktisch: bin nicht begrenzt in der Bilderzahl, kann noch mal beschreibenden Text dazu schreiben, die Bildergalerie jederzeit erweitern …
Das erste Objekt, dass ich verkaufen will, ist allerdings kein Sattel, sondern eine Trommel. Eine riesige Djembe, die ich mir mal nach einem Trommelkurs im Überschwange gekauft habe. Nur hab ich sie dann nie mehr benutzt, man kann ja schlecht in der Wohnung im Hause seines Vermieters mit Trommeln anfangen.
So, liebe Leute – auf gehts also zum nächsten Schritt: Trennen Sie sich von wertvollen aber sinnlos in der Wohnung rumstehendem Krempel!



