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Archive for August, 2002

Den Wunsch, einmal per Last Minute in den Genuss der günstigen Schnäppchen auf dem Reisemarkt zu kommen, gab es schon lange, also nichts wie Urlaub eingereicht, Rucksack gepackt und ab auf den Flughafen!

Leider geht das mit dem LM wohl doch nicht sooo schnell, aber für den nächsten Tag buchten wir dann einen Flug mit Hotel in Hurghada/ Ägypten. Das passte auch ganz gut, weil ich schon in Thailand von den wunderbaren Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten habe schwärmen hören. (Jule, du erinnerst dich doch an unseren netten Bekannten aus Tübingen???) ;o))

Also erster Tag, Zimmer belegt und erstmal Strand und Meer besichtigen und erfühlen! Ehrlich, begeistert hats uns nicht, Strand war ziemlich mumpfig und das Hotel hatte wohl auch schon bessere Zeiten gesehen. Außerdem baggerten die direkt zwischen Strand und Hotel an irgendwelchen Lagunen herum! Ganz Pauschaltouris ;o)) beschlossen wir, uns morgen erstmal zu beschweren, da war nämlich Begrüßung der travel agency angesagt.

Nachdem wir mühsam die Nacht rumgebracht hatten (der Lärm der Klimaanlage war ohrenbetäubend aber ohne wars im obersten Stock des Hotels wegen der Hitze nicht auszuhalten und Wärmedämmung machen die ja nicht, man könnte ja irgendwann noch mal einen Stock oben draufsetzen wollen …), hingen wir den ganzen Tag ab, genossen das leckere Frühstücksbuffet (Eierkuchen!!) und versuchten, die Bagger zu überhören. Dann wars endlich soweit, die Reiseleiterin Frau Krause stand vor uns und auf unsere Andeutung hin, daß wir mit unserem Zimmer nicht zufrieden seien, ging sie ohne weiteres Nachfragen zur Rezeption und organisierte ein neues Zimmer für uns (böser Blick des Rezeptionschefs). Das war dann echt schön, ein aus dicken Steinen erbauter Bungalow mit nett summender Klimaanlage und sicher um einiges jünger als das alte Domizil.

Am nächsten Tag zogen wir dann los zur Stadt, die ca. 9 km entfernt war. Das betrifft allerdings nur den neuen Stadtteil Sakalla, der alte Teil Dahar ist ca. 17 km entfernt. Kurze Diskussion mit den Busfahrer, hier ist feilschen ja ein Muss, also verlangte der von uns erstmal 15 LE (1 Euro ca. 4,5 Ägyptische Pfund) von uns. Wir hatten uns aber vorher schlau gemacht und wussten, mehr als 1 LE zahlt man nicht für diese Strecke – und nachdem wir uns dann anschlossen, zu Fuß weiterzugehen, war der Fahrpreis ganz schnell klar ;o).

In Dahar dann der erste wirkliche Test unserer Feilschgeschickes – es ging um einen Teppich. Wichtig hierbei natürlich der Malventea, die Zigaretten, die auch Nichtraucher immer dabeihaben und anbieten sollten und vor allem viiiieeel Zeit und keinesfalls die Absicht, das gute Stück zu kaufen. Dass wir dann doch mit dem Teppich nach Hause gegangen sind, war (ehrlich!) nur Zufall und er passt doch sooo gut zu Hause vors Bett ;o))

Tag 4: Bert hat wohl die Hitze nicht so gut vertragen, jedenfalls liegt er flach, abends raffen wir uns dann auf und gehen wenigstens noch Wasser kaufen. Im Hotel ist es natürlich verboten, fremdes (also nicht im Hotel für den 4fachen Preis gekauftes) Wasser zu konsumieren. Aber in einer dunklen Tüte hereingebrachtes Wasser sollte angeblich möglich sein, also gab uns unser netter Wasserverkäufer zwei dunkle Tüten mit und wir luden die Bottiche (je 4,5 l) da rein. Das war aber dann wohl doch zuuuu offensichtlich, und prompt wurden wir vom immer anwesenden Türsteher aufgefordert, den Inhalt der Tüten zu zeigen. Nach längerer Diskussion mit dem Chef der Rezeption (sehr böser Blick) kamen wir doch ausnahmsweise ungeschoren und mit unserem Wasser davon.

Am Dienstag beschwerten wir uns dann mal wieder bei Frau Krause, weil die Bagger, entgegen den Versprechungen, nach 2 Tagen die Arbeiten beendet zu haben, immer noch fröhlich und uns ausgesprochen sinnlos erscheinend hin und her baggerten (und dies übrigens auch bis Ende des Urlaubs taten). Sie bot uns daraufhin einen Umzug in ein anderes Hotel an, was wir aber ablehnten, weil wir darauf nun wirklich keine Lust hatten und das Alternativhotel vom Strand ausserdem durch die Hauptstraße (Tag und Nacht rasende Busse) getrennt war. Ausserdem hatten wir den Wasserverkäufer nach dem besten Strand hier gefragt und er hatte uns den vom Grand Hotel empfohlen.

Den hatten wir dann gleich besichtigt und für gut, weil nur zu halbleer und ohne Algen und Müll, befunden. Als Badealternative war das auch ok, weil dieses Hotel nur 10 Minuten von unserem entfernt war. Also kein Hotelwechsel!

Einen Tag später dann die erste richtige Unternehmung!! ;o) Schnorcheltour mit einen grossen Tourischiff. Naja, es war dann nicht ganz so schlimm, wie ich befürchtet hatte, der erste Schorchelplatz bot auch tatsächlich noch ganz interessante Blicke, allerdings waren kaum Fische da. Das Meer war aber wunderbar klar und es war ein Genuss, da alle 5 Minuten von Boot aus wieder reinzuspringen. Die beiden letzten Plätze waren echt Scheisse, wir hielten in der Nähe von Inseln (war allerdings nicht die Giftun-Insel, von der ich vorher nicht viel Gutes gehört hatte) und die Korallen erschienen irgendwie doch schon ziemlich leblos und grau.

Einen Tag später schon wieder Äkschn… wir hatten die Wüstentouritour gebucht. Und hatten dabei einen Führer, der superschnell in 4 Sprachen seine Sprüche herunterleierte, aber wenn man was in Deutsch nicht verstanden hatte, konnte mans ja noch mal in Englisch, Französisch oder Russisch anhören. Und genausoschnell zog er dann auch die Programmpunkte durch: “Hier Sie sehen Fata Morgana – bitte fotografieren – Yallah, yallah Ramses-Group, gemma, onyva, letsgo, paidjom!” – und schon saß die Ramses-Group wieder brav im Jeep ;o))

Den Freitag und Samstag verbrachten wir dann mit Wandeln in der Stadt, ließen uns die Geschäfte reinzerren, machten noch mal einen dicken Einkauf in der Apotheke (Medikamente sind hier sensationell billig!!), schnüffelten die einzig wahren Essenzen mit tollen Namen wie Fatima, Egyptian Nights, Lotus (lecker!) und schlürften genüsslich Mokka.

Samstag, während des Wartens auf Frau Krause (haaach wie wird uns das jetzt fehlen…), bekamen wir mit, wie wieder mehrere ahnungslose Touris wegen gekaufter Kekse und Getränke von Türsteher angemacht wurden und der die Sachen dann tatsächlich einkassierte! Weil wir grad eh nix zu tun hatten machten wir uns da mal nützlich und erklärten denen, dass sie ihre ausserhalb vom Hotel gekauften Sachen besser in einer geschlossenen Privattasche hereinbringen sollten und es dann keine Probleme mehr gäbe (extrem böser Blick des Rezeptionschefs). Ist doch echt ein Unding, dass man da zu den überteuerten Preisen gezwungen werden soll und es nicht mal erlaubt ist, ein paar ägyptische Kekse im Hotel zu verspeisen, ausserdem bietet das Hotel nicht mal ein Mittag an!

Frau Krause offerierte uns übrigens einen Ausflug mit dem Segelboot Galatea.

Dieser Ausflug war dann ein schöner Abschluss! 2 Stunden Fahrt zu Gobal Island (massig Fossilien gabs da!), dort schnorcheln, schnuppertauchen (so richtig echt mit Flasche auf dem Rücken!), Korallen und Fische bewundern (die hier nun endlich in vielen Farben und Formen zu sehen waren).

Montag dann zurück ins veregnete Deutschland… :o(

Fazit: die Leute, die nicht Hotelpersonal sind, sind echt alle sehr nett gewesen! (ich denke an den Apotheker, die Mädels aus Kairo, unseren Friseur Mohammed, unseren Wasserverkäufer, aber so ne Pauschalreise iss doch irgendwie nix für mich …

Ach ja, wer hat Lust auf ne Tour Kairo – Luxor – (Hurghada ev. tauchen) – Sinai mit Rucksack??
Meldet euch: [damalige Mehl-Adresse] :o))

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