Was stellt man sich so vor, wenn man an Urlaub denkt?
Strand, rumlungern, in Cafes abhängen, wandern gehen, Exotik, bunte Menschen und vor allem eine völlig stressfreie Zeit!
Und was mach ich hirnverbrannte workaholige Tussnelda?? Ich nehme meinen Rechner mit!
Ich denke Tag und Nacht an die vielen unerledigten Aufgaben. Ich hatte in den letzten Tagen nichts Besseres zu tun, als morgens kurz nach 6 aufzustehen und mich an den Rechner zu setzen!
Ich habe Alpträume von meinem Chef, der mir, die Maus lassoartig um den Kopf schwingend, nackt am Strand hinterherrennt. Und nicht mal die Nackheit konnte mich dabei erheitern. Leute, über den Rest schweige ich lieber.
Und dann die ganzen Leute, die sich freuen, mich endlich mal wieder zu sehen und mir auch ein anständiges Programm bieten wollen: da wird kilometerlang Rad gefahren, stundenlang durch Städte gewandert, in baufälligen Gebäuden herumgeklettert, der Alkoholkonsum maßlos in die Höhe getrieben, nächtelang Konzerten beigewohnt, morgens der Neffe zum Wecken angestellt …
Das ist ja alles sehr schön, nur … Ach nee, bis auf den nackten Chef war doch alles bisher schön. Endlich hab ich Anne mal wieder gesehen, hab den süßen Marat in Berlin getroffen, die Mutti geherzt, die Schwester geknuddelt, die Tante umarmt …
So ist halt Urlaub. Und eigentlich liebe ich ja auch so ein bisschen die Planlosigkeit und lasse mich auch gern mal vereinnahmen.
Also ich bin jetzt gleich weg und werde schlemmen gehen!
Genießt die Sonne, so Ihr welche habt. ;o))



