Der Kampf zwischen Nikolai Valuev und Jean-Francois Bergeron brachte mich doch wieder mal dazu, ein paar Ekelanfälle zu bekommen.
Es ist doch einfach absolut widerwärtig, wie da so z.B. die Pausen ablaufen: Einer hält den Spuckeimer, in den der Held alle paar Sekunden reinspuckt. Der nächste hält die Flasche und wenn der Held fischartig den Mund öffnet, wird ihm Wasser in selbigen gepritzt, welches er aber alsbald wieder rausrotzt.
Ein weiterer Helfer quetscht sich von hinten an den Helden heran und beschmiert ihn mit Salben verschiedener Art. Immer wieder kommt noch jemand der dann Wasser auf Brust und Schulter versprüht und das liebevoll verteilt. Und noch jemand bedeckt diverse Stellen des haarigen Körpers mit Eisbeuteln.
Und überhaupt – die Haare! Es gibt ja wohl kaum Schlimmeres als einen bleichen, schwabbelig und undefiniert wirkenden Körper, der noch dazu mit unzähligen Haaren bewachsen ist. Und wenn dann dieser Körper von gleißenden Scheinwerfern angestrahlt wird, so dass die abstehenden Haar wie ein Fell durchleuchtet werden, dann sage mir bitte einer, dass das lecker ist.
Das Schlimmste aber ist, wenn so nach ein paar Runden beide schon nicht mehr können und sich immer mal wieder in den Armen liegen. Huuu, da schüttelts mich.
Gut, Sport muss nicht schön sein. Das ist ein Kampf und der soll v.a. kämpferisch sein. Und keiner kann erwarten, dass sich die Jungs auch noch für uns Frauen schön machen. Aber bitte: Die Radfahrer rasieren sich doch auch die Beine.



