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Archive for October, 2007

Wir sind in Ufa. Heute hat die Deutschlehrerin Lira fuer uns eine Exkursion zu einem Lehrbetrieb der Agraruni organisiert.

Ich kenne ja schon Lehr- und Versuchsanstalten in Deutschland. Dort ist es so, dass die Ausruestung meist ein sehr hohes Niveau hat, da viele Firmen (Stallbau, Fuetterung, Melktechnik) diese Betriebe nutzen, um dort ihre neuesten technischen Entwicklungen unter Praxisbedingungen zu testen. Die Lehrlinge, Studenten, Landwirte, die dort Lehrgaenge absolvieren, sehen so oft Geraete, die in der Praxis noch gar nicht oder selten im Einsatz sind z.B. Melkroboter.

Aber auch neue Organisationsformen wie z.B. Fruehabsetzen von Ferkeln werden erprobt.

Der russische Lehrbetrieb dagegen sieht folgendermassen aus:

Vor einem kleinen Stallgebaeude tummeln sich auf einem vermatschten Auslauf 15 Pferde, eine baschkirische Rasse und Orlowtraber unterschiedlichen Alters: Die Pferdezucht!

In einem Auslauf daneben spazieren 10 Gaense herum: Die Gaensezucht!

Im Stall sind in kleine vollbetonierten Buchten Enten untergebracht: Die Entenzucht!

Im Kuhstall gab es dann 24 Milchkuehe. Die werden in Anbindehaltung gehalten mit Sommerweide. Hinter der Kuehen Gitterroste zur Entmistung. Die Melkanlage besteht aus einer Vakuumleitung, d.h. es wird in Kannen gemolken und diese muessen durch den ganzen Stall zum Milchtank getragen werden.

Gefuettert wird v.a. Silage, diese wurde hinter einem verfallenen Gebaeude auf der Wiese gemacht: Raps, Gras und Mais, darueber eine Abdeckung aus Stroh – fertig!

Die Silage wird von Hand aufgeladen und mit Pferd und Wagen zum Stall transportiert.

Naja, genug, ich war jedenfalls schockiert.

Wir haben ja schon ueber 80 Studenten geprueft.

Nun wundert es mich nicht mehr, wenn ich als Antwort auf Melktechnik immer “in Reihe” hoere. Oder wenn die keine ahnung haben, wie man die Qualitaet von Silage erhoehen kann. Oder wieviele Ferkel eine Sau/Jahr hat. Oder was Tierschutz ist.

Wie sollen denn so bitte qualifizierte Kraefte fuer die russ. LW ausgebildet werden, wenn die Studies nur mit voellig veralteten Techniken arbeiten??

Wie sollen sie denn jemals mit ihren Produkten auf dem europ. Markt bestehen, wenn voellig unklar ist, was artgerechte Tierhaltung ist.

Wenn als Antwort auf die Frage nach bodenverbessernden Massnahmen “Duengen” kommt!

Was sollen die Studies denn fuer Ideen auf ihren zukuenftigen Betrieben entwickeln, wenn sie noch lernen, dass man mit Pferd arbeitet?! Das ist zwar interessant, aber neue Technik bekommen sie nirgend zu sehen!

Jetzt wuerde ich am liebsten allen Agrarsstudies nach Dtl auf lw Betriebe holen, um sie ein paar Monate mitarbeiten zu lassen.

Es wird immer klarer wie wichtig die prakt. Erfahrung ist und dass sie die in RU kaum bekommen koennen!

Viele ex-Praktis sagen, dass sie ueberhaupt erst nach dem Praktikum verstanden haben, was sie da 4 Jahre lang gelernt haben.

… Es gibt also nach viel zu tun!!

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Der russische Zug

Gestern abend sind wir mit dem Zug nach Kazan gefahren.

Von den russischen Zuegen war ich von Anfang an begeistert. Mit diesen ist man meistens ueber Nacht unterwegs, es gibt also nur Schlafwagen.

Ein wenig kompliziert erscheint allerdings zunaechst die Ticketkaufprozedur: Man muss mit dem Pass zu einem speziellen Schalter gehen, der die Tickets fuer die “Weiter-weg-Zuege” verkauft. Dort werden dann, wenn ein passender Zug gefunden wurde, von der Kassierin die Passdaten abgetippt. Dann erhaelt ein faelschungssicheres Ticket (mit Hologramm) wo Name und sonstige persoenliche Daten draufstehen, ausserdem Wagon- und Platznummer. Das Ticket besteht aus 2 Seiten, eine ist die Durchschrift der anderen.

Am Zug muss man zu dem Wagon hingehen (woanders kommt man nicht rein!), fuer den ein Platz reserviert wurde. Vor jedem Eingang steht dann eine Provodnitsa (Schaffnerin), die vor dem Zutritt sorgfaeltig Ticket- und Passdaten vergleicht (jawoll, man muss den Pass zeigen!).

Im Zug gibt es zwei Arten von Abteilen: Kupe und Platzkartnii. Kupe ist sowas wie die erste Klasse, man hat ein 4er Abteil mit Betten quer zur Fahrtrichtung und abschliessbarer Tuer. Im Platzkartnii ist zum Gang hin alles offen. Es gibt 4 Betten quer zur Fahrtrichtung und 2 laengs (wie in Indien, aber nur 2 uebereinander). Der Wagen ist also etwas breiter und die 2 Toiletten muessen sich mehr Leute teilen als im Kupe.
Diese Reise, die ich gerade mache wird ja von APOLLO finanziert, so dass wir diesmal ein Kupe hatten (als ich allein unterwegs war, habe ich mir nur halb so teure Platzkartnii-Plaetze geleistet.

Wenn man dann sein Abteil gefunden hat, begruesst man erstmal die Mitreisenden (gestern 2 nette Schwestern aus Moskau, die ihre Schwester in Kazan besuchen wollten). Dann packt man aus, was man bis zum Morgen braucht, denn die Rucksacke und Taschen werden unter dem Bett verstaut und sind dann erstmal nicht mehr zugaenglich.

Wir hatten die oberen zwei Betten und sofort stellten sich auch die Nachteile vom Kupe heraus: Dadurch, dass die Tuer verschliessbar war, gab es nicht die geringste Luftbewegung. Es gibt zwar eine Klimaanlage aber ohne Tuer heizte sich die ohnehin schon heisse Luft (24 Grad) noch auf bis … keine Ahnung, jedenfalls konnte ich vor Hitze kaum schlafen. In Moskau schneite es am Sonntag, war unter 0 Grad, dann im Zug 30 oder so – ich bin fast gestorben!

Im Zug laeuft immer Musik, solange, bis die Provodnitsas beschliessen, dass jetzt geschlafen wird und sowohl Musik als auch das helle Licht ausschalten. Morgens wird dann rechtzeitig vor der Ankunft geweckt, wieder mit Musik. Rechtzeitig deshalb, weil einige Kilometer vor der Stadt eine “Sanitaerzone” existiert und man die Toiletten nicht mehr benutzen darf. Die werden dann abgeschlossen.

Bei den Provodnitsas kann man dann morgens Kaffe oder Tee bestellen oder sich selbst welchen machen. Heisses Wassser steht immer bereit, was echt super ist.

Bei unserer Ankunft im Kazan wurden wir schon vom Uni-Bus erwartet, bezogen unser Ljuks (Luxus-) Zimmer im Wohnheim (mit Kuehlschrank, Fernseher, Wasserkocher, Sofa, Doppelbett), duschten und dann gings zu Olga Borisovna (Deutschlehrerin), die ich vom letzten Jahr schon kannte. Und wieder besichtigten wir den Kaninchenbetrieb (Judith zum 3. Mal :o)). Und spaeter trafen wir dann einige der Praktikanten wieder, die in diesem und den letzten Jahren in Deutschland zum Praktikum waren. Das war echt schoen!

Morgen machen wir haben wir dann die ersten Bewerber im Interview. Die lernen wahrscheinlich heute die ganze Nacht durch :o))

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Letzter Abend in Moskau

Heute ist der letzte Abend in Moskau. wir haben ziemlich viel unternommen in den letzten Tagen.

Gestern waren wir bei der russischen Landsirtschaftsmesse “Goldener Herbst”. Hauptsaechlich gab es dort riesige Landtechnik zu bewundern! Eine Kombination fuer Direktsaat nahm fast die ganze Laengsseite einer Halle ein. Unser deutsches BMELV war auch vertreten und mehrere deutsche Firmen. Wir dachten, wir koennten uns dort verpflegen. Nun ja, mehr als Chips hatten die aber nicht zu bieten.

Heute haben wir dann unsere Landwirtin vom Flughafen abgeholt. Die wird uns 10 Tage lang begleiten. Mit ihr haben wir noch mal den Roten Platz, GUM und verschiedene Kathedralen angesehen. Und sind kreuz und quer mit der Metro gefahren.

Die ist ja sowieso das Beste an Moskau.

Ueber dem Gleis gibt es einen Countdown: Alle 1:30 kommt ein Zug! Unvorstellbar in Deutschland. Und dann die Rolltreppen, die fast kilometerweit in die Tiefe fuehren. Jeder haelt sich hier an die Regel: rechts stehen, links gehen. Immer wieder haengen auch Plakate an den Waenden, die darauf hinweisen.

Und dann die Durchsagen. Man soll Platz machen fuer Invaliden, alte Menschen und Passagiere mit Kindern. Es gibt auch eine Durchsage von Kindern gesprochen, die genau das verlangt. Das ist doch noch eine schoene Form der Volkserziehung, oder?

Inzwischen komme ich auch mit den Fahrkartenkontrollsystem gut klar. Im letzten Jahr habe ich mir regelmaessig die Bein angeschlagen, weil ich zu schnell durch die Schranke gegangen bin, die Lichtschranke dachte, ich wuerde illegal passieren und dann zwei Buegel rechts und links rausgeschossen kommen und einem ordentlich blaue Flecke verpassen.

In 3 Stunden fahren wir ins schoene Kazan. Dort haben wir morgen noch frei, gucken einen Betrieb an und Dienstag gehts los mit den ersten Interviews.

So, nun ich mein Guthaben zu Ende und ich geh Tee trinken.

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Ankunft in Moskau

Ich habs geschafft.

Gestern bin ich in Moskau-Vnukovo gelandet, sah die Schlange an den Marschrutkas (Kleinbusse) und dachte mir, dass ich dann mal den Elektropoesd, den Elektrozug ausprobiere. Eigentlich hatte ich es ja eilig, da ich noch etwas von der Konferenz mitkriegen wollte. Nun ja, auf den Zug musste ich fast eine Stunde warten und dann war er noch doppelt so teuer wie die Marschrutkas. Ich hatte mir unter Elektrozug irgendwas Hypermodernes vorgestellt und was dann da in den Bahnhof rumpelte schockte mich erstmal. Ein total veranzter grauer Zug mit tuffigen Polstern und Vorhaengen. Mein Laune, die eh schon nicht die allerbeste war, sank gegen Null.

Dann zuckelte dieser Zug eeewig Richtung Moskau.

An der Kievskij Station, rannte ich dann erstmal mit weiteren Leuten um den Bahnhof herum, um die Metrostation zu finden. Als auch das und noch ein Umstieg geschafft war, stieg ich an der Zielstation aus.

Ich hatte mir zu Hause schon rausgesucht, wie ich dann zur Uni komme und es schien alles ganz einfach zu sein. Aber wie gesagt – es SCHIEN. Die Metrostation war umrahmt von mehreren sich kreuzenden Gleisen, ueber die man erstmal rueberkommen musste. Dafuer lief ich alse erst kilometerweit ich die eine Richtung, ueberquerte die Gleise, wobei ich noch illegalerweise den Bahnhof benutzte, den man eigentlich nur mit Fahrkarte betreten darf.

Dann auf den anderen Seite wieder zurueck. Immer wieder fragte ich Leute, wie ich denn zur Uni komme und irgendwie schien niemand die Uni zu kennen. Vielleich war es denen aber auch zu kompliziert, das einem Auslaender zu erklaeren. Ein paar Studenten konnte mir immerhin dann ein Wohnheim zeigen. Nach mehreren weiteren Stationen ueber verschiedene Wohnheime, Wachleute und Administratoren fand ich das richtige Wohnheim, nur nicht den Eingang. Ziemlich demoralisiert gings dann zum Hauptgebaeude, in dem die Konferenz inzwischen jedoch beendet war. Ein letzter Teilnehmer brachte mich dann aber endlich zu den Apollnikis, unserer Apollo-Gruppe. oerks.

Der heutige Tag begann frueh, naemlich waren wir bereits um 7 zu einer ersten Besprechung verabredet. Da merkte ich, dass ich mir die russische Mentalitaet schon sehr abgewoehnt hatte – wir warteten naemlich ein halbe Stunde, ohne dass jemand auftauchte. Aber so ist das halt, es fuehlt sich dann auch niemand verpflichtet, irgendwas zum Zu-spaet-kommen zu sagen, das ist eben so.

Nach einer Podiumsdiskussion wurden dann in Arbeitsgruppen verschiedene Themen diskutiert. Wir organisierten die Gruppe “Handel”.

Russland ist ja gerade in Beitrittsverhandlungen  mit der WTO. Es gab die Meinung, dass der WTO-Beitritt die russische Landwirtschaft total zerstoeren wuerde. Vor allem die Qualitaet der Produkte sei ein Problem. Man muesse mit westlicher Technik arbeiten, um dies in den Griff zu bekommen. Insofern ist also der Handel von Technik ein wichtiger Faktor fuer erfolgreiches Wirtschaften.

Gespalten sehen die Leute allerdings die Aktivitaeten der reichen Holdings im Lande. Die seien nur auf Profit aus, wuerden riesige Gewinne machen und das Geld dann aber mit ins Ausland nehmen. Aber ob ohne die Holdings Firmen wie Claas, John Deere oder BASF  hier investieren wuerden, ist fraglich.

Ansonsten fange ich langsam an, mich wieder an die Eigentuemlichkeiten zu gewoehnen: daran, dass die letzte Treppenstufe immer nur halb so hoch ist, daran, dass die Deschurnaja (Diensthabende) im Wohnheim mit Argusaugen ueber die Zimmer wacht, daran, dass man ohne einen Gaesteausweis beim Betreten fast erschossen wird ;o), daran, dass es zum Kaffe nur Instandkaffee schon mit Zucker und Milch(-pulver) gibt und auch an die russische Tastatur am Computer.

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Zelten im Engadin

Dazu gibts Bilder und paar erklärende Worte bei Flickr ;o) Es war super!!

Zu mehr Info ist jetzt keine Zeit, morgen gehts nach Russland und ich muss noch packen!!

Und ich hoffe, dass ich von dort ab und zu mal schreiben, ablästern, rumheulen und mich freuen kann :o))

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Wuuahhhh!

Beim Suchen einer htc-Datei hab ich grad was gefunden… Da hat jemand anscheinend den heiligen Gral der drop-down-Menüs gefunden:

Ich habe ein CSS Dropdown-Menü Erstellt, welches wirklich nur mit CSS arbeitet, sogar ohne Tabellen und außerdem mehr als ein Unterlevel anzeigen kann.

Allerdings funktionierte das nur lokal und nicht online. Er rief die Gemeinde um Hilfe und die Gemeinde half:

Opera hatte bei mir immer funktioniert, ja und dann ging es auch mit IE aber nicht mit IE7, Firefox, Netscape und diversen anderen.

Und dann kam der ultimative Tipp:

Bei mir hat das Löschen der <!DOCTYPE… -Zeile geholfen.

Wuuuaahhhhhahaha! Naja, findet Ihr vielleicht nicht lustig, aber ich. Dann zitiere ich jetzt noch mal selfhtml und dann geh ich Blumen gießen:

Als HTML-Anfänger mag Ihnen der Aufwand, der da betrieben wird, vielleicht nicht ganz einleuchten. Doch genau diese Dokumenttypen, mit deren Hilfe sich Regeln für Sprachen wie HTML genau definieren lassen, sind ein riesiger Fortschritt in der EDV. Denn nur so lässt sich das Konzept der software-unabhängigen, aber regelgerechten Dateiformate konsequent durchsetzen. …

Ach ja, und hier gibts ne anständige htc-Datei ;o)

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Geschickt eingefädelt

Mein lieber Freund ist ein ganz Ausgebuffter.

Wir wollen am WE zelten und wandern gehen. Das wäre dann für mich das erste Mal, dass ich mit großem Rucksack mehrere ganze Tage durch die Gegend laufen muss. Schon wenn ich an die ganzen Utensilien wie Fön, Mikrowelle und Wein denke, wird mir ganz schlecht.

Dies hat er wohl schon gemerkt und nun allen seinen Kollegen von der geplanten Tour mit mir erzählt. Und mir dann fies grinsend erzählt, dass es ja nun kein Zurück mehr gäbe, weil: wie würde er denn sonst dastehen vor den Kollegen und ich sei doch immer so loyal, oder!?

Und er lässt keine Gelegenheit vergehen, mir nicht nochmal auf die Nase zu binden, wie “ausweglos” meine Situation damit sei. Ich glaub, diesmal hat er mich wirklich erwischt.

Denn ich hätte noch so viel Arbeit, dass ich die nächsten Tage ununterbrochen durcharbeiten könnte. Und für Russland muss ich auch noch Einiges vorbereiten, denn in einer Woche gehts los! Dann soll ich noch Haare schneiden, Pakete verschicken, Klamotten nähen … örks.

Aber er hat recht: Ich bin loyal. Also auf in die Berge. Morgen.

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Der Neid der Männer

Dass Männer uns Frauen permanent beneiden müssen, ist eigentlich klar.

Wir grazil-anmutig dahinschwebenden Wesen, die sich jederzeit gewählt und passend verbal ausdrücken können, müssen selbstverständlich jedem anständigen Mann Vorbild, Licht und Objekt der Verehrung sein.

Es gibt so viele positive Eigenschaften an uns, dass ich nur einige erwähnen kann: Wir sehen auch morgens nur in Unterhose gut aus, wir können besser spicken, wir können uns schminken oder auch nicht, kurze oder lange Haare haben und sehen immer gut aus, wir haben immer den Überblick, wir durchschauen Euch, auch wenn ihr Euch noch so anstrengt …

Besonderes Neidobjekt scheinen jedoch unsere Hände zu sein. Immer wieder sehe ich Männer, die ihre Fingernägel so lang wie Frauenfingernägel wachsen lassen. Oder auch nur einen.

Hiermit sei Euch gesagt: Das geht nicht! Jeder Millimeter Fingernagel >1 ist einer zuviel! Wir finden das NICHT schön und es macht Euch NICHT sexy. Wenn wir Euch dann anstarren, dann NICHT weil wir Euch bewundern, sondern weil wir es nicht fassen können, dass Männer sich so gehen lassen. Tut uns das nicht an!

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Multitaskingfähig?

Heute wollte ich endlich mal meine WP-Installation updaten. Also hab ich mir ganz in Ruhe die Doku durchgelesen. Backups gemacht, da klingelt das Telefon:

Ah du! Ist ja toll, dass du anrufst, was gibts denn? (Wieso kann ich die DB nicht wieder füllen?!) Ja, ich hab Zeit (Diese beschissenen Tabellen, muss ich die jetzt alle löschen?!) Ach ja, unser Plan fürs WE (Aah, jetzt geht der Import nicht!!) Ja, wohin? ah, Schweiz hmhm oder Vogesen. (Lösch ich halt den ganzen Mist) Naturschutzgebiet … hm und Hirsche ja. Murmeltiere? Süß. (So nagut, per ftp rüberschieben) Ach, Essen, hmm weiß auch nicht, Tütensuppe oder so. (So eine Scheiße, wieso kommt denn da jetzt nix??) Nee, Pulverkartoffelbrei???!!! (Ahh, jetzt!) Und 5-Minuten-Terrine? (Ok, Beiträge importieren…) Zuviel Volumen. ja. hmm (Aaaaah Schittt, wasn jetzt? Nur Buchstabenbröckel!!) Wieviele Hosen ich mitnehme? (aaahhh!!!) … falls es regnet. Regenhose? Nee, hm, dann machen wir Feuer! (Moment, da war doch mal was mit utf-Kodierung…) Kein Feuer? Dann nehm ich meinen Fön mit und föne alles trocken! (Ersetze ich mal durch die uml’s) Ach, zelten?!! … Und du nimmst die Mikrowelle mit zum Kochen … ah ok, gut. (Also noch ma alles wech und neu importieren, örks) Ja, ich hab n Schlafsack… muss ich ma gucken, bis wie kalt der geht (Jippiii! Geht!) Ja, Hasi, Alpen oder Vogesen, mach du mal … Vignette? (Noch mein Theme rüberschieben …) Wollten wir nicht wandern?? (Schööön, wie früher!) Ach, mit dem Auto hinfahren, ja. klar. (So, Schluss für heute, Abmelden!) Bis morgen dann! (Klick) Klick.

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Amüsement

So wie ich es sehe, gibt es noch weitere Experimentatoren zu demselben Thema.

Es war nämlich eine ausgesprochen lustige Prüfung heute. Wir wurden wie immer schon vorab auf mehrere Hörsäle verteilt. Da saßen dann zwei kleine Häufchen Leute in zwei riesigen Hörsälen.

Als unser Aufseher Mr.X pünktlichst 1300 (1300 Beginn der Prüfung) auftauchte, meinte er nur ganz erstaunt: “Oh, doch so viele bestanden?!” Diese Prüfung heute war nämlich eine Wiederholungsprüfung für die lausigen Durchfaller. Jedenfalls wurden wir dann doch zusammen in einen Hörsaal gesperrt.

Nach Austeilen der Blätter dauerte es ca. 3 Minuten, bis der erste “aufs Klo” musste. Die nächste halbe Stunde ging dann ca. jeder zweite mal kurz aufs Klo. Mr.X hatte dafür nur ein mysteriöses Grinsen übrig. Und unter dem Rest der Nicht-aufs-Klo-Müsser wurde das Gekicher nach jedem Gang der Kommilitonen größer.

Nachdem also dann wieder Ruhe eingekehrt war, hielt er einen Haufen Blätter hoch und meinte, er hätte vorhin auf dem Männer-Klo ein paar Unterlagen gefunden und falls jemand die vermissen sollte, könne er sie nachher mitnehmen. Man muss dazu sagen, dass Mr.X Inder ist und ein ziemlich drolliges bis unverständliches Deutsch spricht. Das, der riesige Stapel Klo-Scripte und auch das Wissen darum, dass man sich durch Nicht-Lachen garantiert outen würde führte dazu, dass nun endgültig alle lauthals loslachten.

Ich hab mich jedenfalls köstlich amüsiert und den Rest der Zeit damit zugebracht, die Spickversuche meiner Kolleginnen zu beobachten. Wir Frauen führen unsere Spicker natürlich immer mit uns. Auf dem Klo lassen…. nee. Knüppel immer am Mann – so muss das sein!

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