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Archive for December, 2007

Merzling-Gedanken

Ich trinke die Reste vom Merzling und meine Gedanken fangen an zu kreisen.

Da ist einmal der Typ, mit dem alles anfing. Bei dem ich dachte, wenn ichs ihm dann so richtig zeige, hart bin, mir nichts anmerken lasse, fröhlich in die Welt hineinschreibe, dann ja dann wird er merken, wie toll ich bin. Auf Knien wird er angekrochen kommen und mich wegen meiner Stärke bewundern. Inzwischen gemerkt, dass das nicht funktioniert.

Gesagt bekommen, dass Überzeugung von Männern anders geht, nämlich mehr auf die anschmachtende Art. Also nicht: Du willst mich nicht?! Dann will ich dich schon gar nicht und find dich eh scheiße du Arschkrampe!! Sondern mehr so: Schatzileinchen, ja da bin ich dann aber ganz traurig *tränewegwisch*.

Wenn ichs mir recht überlege kann man ersteres nur aus Rache machen. Jedenfalls nicht mit der Absicht, Geschehenes rückgängig zu machen. Sollte man ja eh nicht. Hat schon alles seinen Grund. Ich mein, hätte das geklappt, wär ich viel zu weit weg von meinem Bergen gewesen, würde ständig vorm Rechner hocken, mich in der Schickeria und/oder Pornobranche rumtreiben. Hätte nicht geklappt.

Mich befriedigen Fleecepullover und fette klobige Wanderschuhe und nicht Blüschen und Highheels. Könnte ich eh nicht mit laufen. Abgehakt. Also fast. Das Leben geht weiter. Aber wenn man immer der Gewinner war, ist es umso schwerer zu verlieren. Es geht also nicht mal mehr darum, dass ich ihn gern gehabt hätte, sondern mehr um Macht. Ich hatte nicht die Macht, ihn zu verzaubern. Und das kotzt mich an. Ich will diese Macht, ich will gewinnen, wenn ich schon kämpfe.

Wo werde ich in einem Jahr sein?

Vielleicht in Russland? Oder Afrika?

Der Verehrte sagt, er findet es gut, dass wir beide so unterschiedliche Interessen haben und dass jeder noch so sein eigenes Ding macht. Klingt für mich nach Distanzhalten.

Finde ich ja grundsätzlich auch gut und lebe ich auch so, aber hören will ich was anderes. Vielleicht ist aber genau diese gefühlte Distanz das, was mich hält.

Ich muss immer wieder kämpfen bzw. mich anstrengen. Ich hab mal gelesen, dass nur Personen, in deren Nähe man sich zusammenreißen muss, einen weiterbringen. Also so rein charakterlich/menschlich. Denkt mal drüber nach! Männer, die mich bedingungslos anschmachten, sind langweilig.

Auch gut – also die Distanz – , weil ichs als Freibrief verstehe, meine Pläne zu verwirklichen. Ob Afrika oder sonstwo – er würde es wahrscheinlich mit einem Lächeln quittieren und mich auch mal besuchen, wenns dort schöne Vögel gibt.

Ich hab gelesen, dass Menschen, die sich für Vögel interessieren, von Menschen enttäuscht sind. Kann ich verstehen. Vögel sind immer so schön weit weg. Nie sieht man den Dreck, die Milben, die Scheiße. Man sieht nur das Schöne – wie sie elegant am Himmel segeln, man hört die Gesänge… Bei Menschen dagegen wird man ja oft schon im ersten Augenblick auf die unangenehmen Seiten gestoßen. Oder sie tun wochenlang schön und plötzlich wird das Gesicht zur Fratze.

Manchmal wär ich gern ein Vogel. Einmal das Fliegen – das muss toll sein. Naja, wenn ichs mir überlege ist das auch schon das Einzige. Denn leider haben Vögel unzählige Feinde. Da habens wir doch gut erwischt, niemand bedroht uns wirklich. Nur wir selbst uns gegenseitig. Scheiß Egos. Oder zu wenig Ego. Soll sich doch jeder nur um sich selbst kümmern. Wieso meint denn jeder, sich überall einmischen zu müssen?! Nee, das trifft auch nur für die omnipotent motivierten Einmischungen zu. Wenn ich woanders hingehe, will ich ja auch mitmischen. Aber niemanden umbringen.

In einem Jahr will ich jedenfalls nicht mehr hier wohnen. Auch wenn es Vorteile hat, wenn es im Sommer nicht so heiß wird und im Winter die Temperatur trotz -10° draußen nicht unter 14° absinkt.

Und ich will einen Spanisch-Kurs gemacht haben. Ich will wieder mehr Zeitung lesen. Mehr Weine probiert haben. Den Milan besucht haben. Mich endlich entschieden haben, ob ich den Mac kaufe. Mehr Sport gemacht haben. Zufrieden mit der Frisur sein. Den Pferdekram verkauft haben. Ein paar Vögel am Gesang erkennen. Mit ein paar lang nicht gesehenen alten Bekannten Kaffe/Bier/Wein getrunken haben. Lässigere Artikel geschrieben haben. Ein wenig mehr Durchblick haben in allem.

So liebe Leser, nun ist erstmal Schluss, wir treffen uns nächstes Jahr wieder hier und ich geh jetzt wandern. ;o) Guten Rutsch!

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Anfangs musste ich lachen.
Aber je länger ich drüber nachdenke, desto fassungsloser oder wütender macht es mich.

Stellt euch vor ihr seid zwei Geschwister. Zu Weihnachten kriegt ihr Schaffelle, einer ein weißes, einer ein schwarzes. Naja, schön, man will die Dinger ja auch auseinander halten können.

Anders sieht die Sache aber aus, wenn ihr drei oder noch mehr seid. Stellt euch vor, dann kriegen die anderen ein weißes Fell und nur ihr ein schwarzes.

Kommt das nicht sehr böse rüber? Gut, ich würde sagen, schwarz ist eh besser, weil seltener und somit besonders. Ich glaub aber nicht, dass die Intention in diesem Falle eine solche war.

Daher ist es doch einfach nur böse, übel, schlecht, mies und traurig. Vielleicht wurde auch gar nicht gedacht … Oder es sollte Kunst sein – Sprichwörter läbich mache (zum Leben erwecken). Oder so. Keine Ahnung. Irgendwie kotzt es mich trotzdem an.

Jetzt muss ich weg. Streicheleinheiten verteilen.

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Es gibt Nestflüchter und Nesthocker.

Menschen gehören bekanntlich zu Letzteren. Das heißt, dass so ein kleines Ding allein gar nichts kann außer schreien und saugen. Man kann auch sagen, dass es also ein völlig gedankenloses instinktgesteuertes Ding ist.

Früher hat man Kinder wie kleine Erwachsene behandelt. Man dachte, sie könnten alles, was ausgewachsene Menschen können und müssten nur noch ein wenig größer werden. Nun, es gibt Leute, die sich anscheinend bis heute nicht von dieser Vorstellung verabschiedet haben.

Die lassen dann ihr halbjähriges Kind (sabbernd, schreiend) der Oma kleine Sammelpüppchen zu Weihnachten schenken. Ich finde das ja echt eine tolle Idee von dem Kind. Muss sich schon die nächsten Jahre keine Gedanken mehr machen, einmal mit 6 Monaten ne gescheite Idee ausgebrütet und alle Sorgen los.

Ich nehme mal an, die Eltern sind nicht ganz so naiv, aber ist die Sache nicht irgendwie schizo? Naja, in der Familie wird auch allen ein Schaffell geschenkt aber nur einer (m.M. der Beste der Sippe) bekommt ein schwarzes.

Schenkwahn, da drehen irgendwie alle durch …

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Kauf-und Schenkzwang

Viele Menschen kaufen und schenken, um Bedürfnisse zu befriedigen, von denen sie noch gar nicht wussten, dass sie (oder andere) sie überhaupt haben. Sie erhoffen sich damit eine Erweiterung der Optionen z.B. mit dem neuen Rechner noch schneller und mehr Spiele spielen zu können, mit dem neuen Kochbuch kreativer und besser zu kochen usw.

Doch führt dieses Tun wirklich zu Glück und Befriedigung? Setzt es uns nicht eher unter den Druck, dann auch erfolgreich zu spielen oder sternemäßig zu kochen?

Denn Ausreden gibt es nicht mehr, wenn alle Voraussetzungen da sind, ein besserer Mensch zu werden. Das Jogging-Equipment ist vollständig, also los: Laufen! Das lang ersehnte intellektuell angehauchte Buch liegt da, also los: Lesen! Bilden!

In einer Zeit, in der viele nur noch flexibel und dynamisch sind, bleibt dafür aber kaum Zeit. Dies führt wiederum zu einer großen Unzufriedenheit ob der scheinbaren Unfähigkeit, sein Leben zu organisieren.

Ist es da nicht sinnvoller, “menschliche Beziehungen zu schenken” oder “Geschenke, die an die Identität der Menschen rühren” (Hartmut Rosa, Soziologe)? Das mag sich zurückgeblieben-romantisch anhören und doch steckt etwas Wahres darin.

Ich erfreue mich daran, mit Leuten zu quatschen, zu feiern, abzuhängen. Ich freue mich, wenn ich etwas bekomme, was an vergangene Erlebnisse erinnert oder Pläne für gemeinsame Unternehmungen geschmiedet werden.

Ich will mir nichts in die Wohnung stellen, mit dem mich nichts verbindet und zu dem ich notgedrungen eine Beziehung aufbauen muss.
(Sollte es jedoch nur sowas geben, sollte es wenigstens essbar sein ;o))

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Bestimmt. Deshalb hat uns die Queen jetzt mit einem Royal Channel beschenkt. Wer’s braucht … ;o)

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So ist die Welt…

In München wurde ein Rentner zusammengeschlagen und mit mehreren Schädelbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert. Und das nur, weil er ein paar Jugendliche aufgefordert hatte, in der S-Bahn nicht zu rauchen. Sind die eigentlich alle noch ganz knusper?? In welcher Welt leben wir eigentlich??

In einer, in der man sich am nächsten Tag ahnungslos auf dem zugefrorenen Maurener See vergnügt…

Maurener See

Update:
Der bayerische Innenminister Herrmann hat indes nichts Besseres zu tun, als den Überwachungs ähh Freistaat hoch zu loben und zu bekräftigen, wie sinnvoll es sei, in Zukunft alle öffentlichen Plätze per Video zu überwachen. Von der Münchener Polizei hört man jedoch, dass die Täter keinesfalls aufgrund von Videos gefasst worden seien.

Ist das nicht mal wieder typisch?

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Härrlisch!

Hmmmm, ich finde es ja so unglaublich herrlich, dass ich morgen frei habe und sogar Aussicht auf weitere freie Tage besteht, dass ich erstmal gleich die Nacht durchmachen muss.

Da ich mich diesmal nicht gleich am Montag wieder umquälen muss, lohnt sich die Umstellung sogar. Könnte ich immer so wie ich wollte, würde ich wahrscheinlich Tag und Nacht tauschen.

Nachts ist es einfach wunderbar: Kein Lärm stört beim Musikhören, die Kerzen geben ihr Bestes, das Internet ist schnell und man kann doch viel besser arbeiten! ;o)

Das Geschenk für den Verehrten ist bereit, jetzt wird noch aufgeräumt und wenn dann noch nicht die Sonne aufgeht, backe ich doch noch Weihnachtsplätzchen.

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Schöööön….

Ich glaubs ja fast nicht: der schlimmste Stress in Form eines Vortrags für die Uni ist erstmal vorbei.

Und überhaupt ist auch die Uni erstmal passé. Endlich nicht mehr morgens um 6 aus dem Bett quälen und stundenlang im Hörsaal frieren…

Um die Entspannung vollkommen zu machen, gibt den Christmas Channel von sky.fm. Ausdrücklich zu empfehlen und nur manchmal schnulzig!

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Mutmacher

Ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die bis spät in die Nacht arbeitet ….

Viel Erfolg allen, die noch vor Weihnachten Vorträge, Diplomarbeiten, Geschenkverpackungen o.ä. zu bewältigen haben!

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Gestern wurde beschlossen, dass der Frankfurter Flughafen eine neue Landebahn bekommt. Dafür werden über 200 ha Fläche benötigt, ein großer Teil des Kelsterbacher Stadtwaldes muss dran glauben.

Außerdem wurde auch gleich klargestellt, dass man nun das Nachtflugverbot nicht aufrechterhalten könne, wie es den Bürgern eigentlich versprochen war.

Zu Recht regt sich darüber der Bürgermeister von Kelsterbach auf:

… und dann wird mit nur einem Pinselstrich (Anm. d. Red.: = Unterschrift) das alles wettgemacht. Da kann einem ja schon mal der sprichwörtliche Gaul durchgehen

Wettgemacht?! Na dann ist ja gut ;o)

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