Posted in Essen, Umwelt, tagged Essen, Kühlschrank on January 15, 2008|
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Es ist ja inzwischen schon über 4 Monate her, dass ich mich getrennt habe.
Und ich muss sagen, es lebt sich nicht schlecht ohne ihn. Niemand, der mich mit nächtlichem Getuschel nervt oder meine Küche zum Vibrieren bringt. Kein schlechtes Gewissen mehr, dass ich ihn nicht genug nutze und er sich vielleicht vernachlässigt fühlen könnte, weil ich so selten da bin.
Ja, ich lebe prima ohne Kühlschrank!
Viele Sachen sind bei einer Temperatur von 14 – 15 °C genauso lang haltbar wie im Kühlschrank. Zumindest lang genug, um nicht in Esshektik zu geraten.
Joghurt geht ohne Probleme 14 Tage. Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Paprika auch. Käse ist etwas problematisch – Gouda schimmelt ziemlich schnell aber Camembert hält sich gut. Marmelade, Salami oder Eier müssen eh nicht unbedingt gekühlt werden. Bei Salami ist nur eine luftige Aufbewahrung zu empfehlen. Margarine und Butter gehen auch nur begrenzt, aber die hab ich eh nur, wenn ich grad was zu backen hab. Das wichtigste, nämlich die sauren Gurken, sind ohne Bedenken ungekühlt aufbewahrbar. Frische Milch trink ich immer so schnell aus – die hält eh meist nur einen Tag, für den Kaffee gibts H-Milch.
Ich finde, man “verbraucht” so etwas bewusster. Ich wusste noch nie so gut, was sich alles in meinem Kühlschrank befindet. Und ich habe noch nie so wenig auf Vorrat gekocht. Und auch noch nie so dosiert eingekauft. Mein Brot kann ich zwar nun nicht mehr einfrieren aber eigentlich schmeckt 2 Tage altes Brot auch nicht übermäßig widerlich. Und ich habe das Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun. Obwohl es in erster Linie natürlich ein Experiment ist und ein “mal gucken, ob so was geht”.
Bisher gehts gut.
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