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Archive for February, 2008

Es ging darum, dass Marketingexperten sich immer ausgeklügeltere Methoden ausdenken, um uns zum Kauf eines Produktes zu bewegen. Der Experte meinte, wir seien alle (er schloss sich ausdrücklich ein!) durch unsere Leidenschaften bestimmt und genau da hake die Werbung ein und verspreche (vermeintliche) Befriedigung dieser Leidenschaften. Der große Teil der Käufer jedoch denkt, dass er völlig rational entscheidet und sich in keinster Weise von der Werbung beeinflussen lasse.

Es folgt das Zitat eines von seiner Unbeeinflussbarkeit überzeugten Käufers:

Na ich schaue mir zwar die Angebotsblätter der Discounter an und kaufe das eine oder andere dann auch. Aber eine Werbestrategie wie “Das brauchen Sie aber jetzt unbedingt” zieht bei mir nicht. Ich bin resistent gegen Werbepsychologie.

Hihi.

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Vor ein paar Tagen habe ich mich gefragt, wann denn eigentlich Fastenzeit ist – und – ja, die beginnt heute. Und da ich ein Mensch bin, der immer gern kompetitiv tätig ist, auch mit sich selbst, mache ich mal wieder mit.

Also mal sehen, ob ich es schaffe, 7 Wochen ohne … ich hatte schon mal den Verzicht auf Schokolade, das war aber nicht sehr anstrengend, da ich (bis auf temporäre Anfälle) eh nicht der große Schokifan bin. Alkohol ist auch halbwegs sinnlos, kommt viel zu selten vor. Auf den Verehrten zu verzichten, kommt auch nicht infrage, wäre ja auch irgendwie Quatsch, da der Genuss des Verehrten in keiner Weise Schäden verursacht (soweit bisher beobachtet).

Dann fiel mir ein, dass ich im Dezember/Januar ziemlich intensiv über die Umweltschädlichkeit unseres Lebens diskutiert habe. Frau C. hatte mir erzählt, dass z.B. Methan (v.a. durch Wiederkäuen) ca. 90% der Schadgasemissionen der Landwirtschaft ausmacht.

Zuerst dachte ich, dass ich in der Beziehung an meiner persönlichen Schädlichkeit nichts verbessern könnte, da ich kaum Rindfleisch esse. Allerdings trinke ich ziemlich viel Milch, alle 2 Tage verbrauche ich einen Liter nur für in den Kaffee, dazu kommt noch der Verbrauch für Milchnudeln, Haferflocken, Eierkuchen usw.
Mir ist klar, dass mein Verzicht sich nicht auf die globale Methanproduktion auswirken wird, eher spielt hier wieder der kompetitive Faktor eine Rolle – also “schaffe ich das?”.

Vielleicht denken einige, dass das genauso blöd sei, wie auf Brot oder Äpfel zu verzichten, weil ja Milch an sich kein ungesundes Nahrungsmittel ist. Frau M. aus B. wird jedoch schon allein der hohe Eiweißgehalt (4,9%) ein Dorn im Auge sein. Herr H. wird sagen, dass Milch eh ein Nahrungsmittel für (Tier-)kinder sei und keine angemessene Nahrung für Ausgewachsene. Und Frau XY könnte anmerken, dass der Calciumgehalt auch nicht ganz ohne sei.

Und ich sage einfach: Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Und verzichte für die nächsten 7 Wochen auf Milch.

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Also ehrlich, ich habe eigentlich selten Spaß daran, andere Leute zu beschimpfen oder mich in irgendeiner Form mit ihnen anzulegen.

In letzter Zeit musste ich jedoch immer wieder Skripte an der Uni kopieren. Und wenn dann die Kopierer bei jedem Blatt einen Papierstau kriegen und ich Angst haben muss, das Originalskript zu versauen, dann darf man doch schon mal jemanden anpöbeln.

Dies tat ich dann auch 3 Tage in Folge mit unserem Hausmeister Herrn G.. Und noch dazu stachelte ich alle ebenfalls abkotzenden Studenten an, sich auch zu beschweren. Auch wenn er selbst nichts unternehmen konnte, sollte er wenigstens dann so genervt sein, dass er sich selbst mal beschwert.

HHeute sah ich Herrn G. dann auf mich zukommen. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, ins Klo zu verschwinden oder mir die Mütze über den Kopf zu ziehen. Eine alte Weisheit sagt aber, man solle dem Feind immer ins Auge sehen, also grüßte ich freundlich. Er mich auch, um mir gleich darauf zu erzählen, dass es demnächst neue Kopierer gäbe!
Er müsse seine Beschuldigung mir gegenüber, nämlich, dass wir Studenten die Kopierer mit Tritten traktierten und überhaupt völlig respektlos behandelten, revidieren. Bis zu 5 Millionen Kopien hätten die Dinger schon auf dem Buckel, wie der bestellte Reparateur erstaunt feststellte.

Ach, was bin ich da froh, dass die ganze Sache sich so gut entwickelt hat.

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Entlarvt

Ich rufe bei der Zentralverwaltung meines AGs an, dort Spruch auf Anrufbeantworter: Am Rosenmontag und Faschingsdienstag haben wir geschlossen. Wir stehen Ihnen wieder am Aschermittwoch zur Verfügung.

Dann rufe ich direkt bei meinem Institut an. Dort meldet Frau A.: In der Zentrale ist die Telefonanlage kaputt, dort ist alles zusammengebrochen. Sie wüsste nicht, wann sie dort wieder jemanden erreicht. Einige Sätze später: Ja, da kann man erst Donnerstag wieder anrufen.

Ich war dann nicht so gemein, vom ersten Anruf zu erzählen.

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Zustände II

Nachher werde ich mich auf den Weg machen, um mal kurz in Abgründe zu schauen – Abgründe des Unwissens. Das Gefühl ist schlecht, der Kopf hauptsächlich mit Gedanken an schöne Reisen und den Ärger mit der Krankenkasse gefüllt.

Der Arbeitgeber meldet beliebig an und ab bei der Kasse. Bei jedem neuen Vertrag hab ich einen anderen Status. Die Kasse schickt mir Briefe über die Nicht-mehr-Versicherung, die aber bei mir nie angekommen sind. AG storniert Anmeldung bei der Kasse jetzt im Januar (!) nachträglich für 2007. Die ham doch alle irgendwie… ach ja, Rosenmontag und Faschingsdienstag ham die. Ist nämlich keiner da bei der Verwaltung des AGs.

Und die Tussi von der KK sagt: Ach das wär mir aber viel zu kompliziert, selbstständig und Job und noch ein Job. Ich frag: wieso? Ach ja, diese ganze Rennerei und wenn dann was nicht klappt und Sie haben ja auch noch den Papierkram mit dem Finanzamt. Ja, äh, aber ich muss doch mein Leben finanzieren. Dann machen Sie doch lieber zwei 400-Euro-Jobs. Nein, also das ist ja wirklich so kompliziert, wie ich sowas (hier wollte sie wahrscheinlich “Blödes” sagen) nur machen könne.

Na hoffentlich krieg ich kein Magengeschwür bis Mittwoch.

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Prüfungsstress?

Schokolade, Nudeln, Natriumglutamat, Zwieback, saure Gurken, Kaffee und Grüner Tee helfen. Ähh, ja.

Und Blumen gießen.

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Bei Frau Antonmann habe ich einen Staffelstab gefunden. Folgende Regeln gelten:

  1. Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
  2. Öffne das Buch auf Seite 123.
  3. Finde den fünften Satz.
  4. Poste die nächsten drei Sätze.
  5. Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger!

Also bei y = 1/2x + 2 ist es die Zahl 1/2. Der Zweier hinterher ist, wie wir schon wissen, als einsamer Hagestolz belanglos und kann bei unserer Fragestellung wegfallen, genau so, wie es bei der Beziehung y = 6x – 488 nur der Sechser ist, der die Steigung der Geraden ausmacht. Weiter: Bei y = 24,6x + 22/333 ist es die Zahl 24,6, bei der Funktion y = 0,8667773…x + 31,448 interessiert uns nur der mit x “verheiratet” gewesene Faktor 0,8667773…, und so fort.

(aus: “Im Zaubergarten der Mathematik”, Alexander Niklitschek, Verlag Scherl Berlin, 1939)

Ich werfe weiter an die Buschtrommel, die immer viele Bücher in der Nähe hat, an Karochi, die mal Entspannung braucht, an Monokel, der sich vielleicht auch gern mal mit papiernen Worten beschäftigt, an Sanja, die im Urlaub weilt und an jemanden, dem bisher noch keins zugeworfen wurde.

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Heute gelesen zum Thema “Unstetes Leben und die Unfähigkeit, Wurzeln zu schlagen” und es hat mich traurig gemacht. Wohl, weil es oft wahr ist.

Mit dem Wurzeln-Schlagen könntest du recht haben. Die Erfahrung sagt, dass ich mich mehr auf Jobs als auf heimatliche Anwandlungen verlassen kann. Wenn ich irgendwo bleibe, dann wegen der Arbeit oder wegen einer Frau. Und Frau ist halt irgendwie unkalkulierbar, da man nie weiß, wie sich alles entwickelt. Vielleicht ist es besser, sich auf eine Arbeit zu konzentrieren, da sind nicht so viele Emotionen drin und man hat trägt weniger Schmerzen/Schäden davon.

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Mein Horschd

Ich brauche dringend einen Horschd! So einen mit zu kurzen Hosenbeinen und weißen Socken, mit wirren fettigen Haaren und unterwürfigem Blick, der solange Horst hieß, bis er bei mir den Job gekriegt hat. Unbezahlt natürlich, das nennt man dann Praktikum. Den brauche ich zum Anschreien.

Hoorschd! Wieso muss ich diese Exkursion bezahlen und die Gebühren der Leute, die nicht da waren, übernimmt die Unikasse???

Hoooorschd!! Hau mal den Prof eine rein, mit dem ich einen Termin wegen Bachelorarbeit A habe, und der mir dann 1 Woche später sagt, dass diese nun schon vergeben sei!! Los Horschd, fass!!

Hooohooorschd! Streu doch mal dem Prof Juckpulver auf die Autositze, der mir Kontakt zu Kollege Prof B in Benin herstellen will und dann 2 Tage später sagt, dass das leider nicht möglich ist. Frag nicht, Horschd, mach einfach!

Hooooorrrrschd!! Schreib mir ma aber sofort einen wissenschaftlichen, fachlich fundierten Bericht zur heutigen Brauerei-Exkursion! Vergiss dabei bitte nicht, die Hefen zu erwähnen, die “wie eine Qualle, weil die ein Netz wie Spinnen bilden, hahaha” oben schwimmen!
Dass unsere Führerin eigentlich bei der Johanniter-Unfallhilfe arbeitet, sollte unbedingt lobend erwähnt werden. Und natürlich auch unser Institut für Pflanzenbau, welches “alle Exkursionen sehr streng nach fachlichen Kriterien” prüft.
Macht ja nichts, dass sie, die uns fröhlich zur “Brauerei-Erlebnistour” begrüßte, nicht wusste, wie sich die Malzarten unterscheiden, welche Messungen durchgeführt werden aber stattdessen betonte, dass hier alles immer “ganz sauber” ablaufe. Hauptsache, jeder kriegte ein Bierglas, konnte saufen und nahm als Hauptmessage mit, dass “Bier ja gar nicht so ungesund [ist] wie sein Ruf”.

Horschd, ich verlass mich auf dich. Wenn du das nicht hinkriegst, wirst du ausgepeitscht. Hooorschd, sofort hierher! Tattoo auf Backe machen: “Ich bin ein persönlicher Horschd”!!! Und jetzt verschwinde endlich!

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Hier kommt nun der versprochene Artikel über unsere gestrige Aktion.

Studentenprotest wegen Hörsaalnot

40 Studenten der Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim haben ihren Ärger wegen der fehlenden Hörsäle gestern in einer spontanen Aktion gegenüber Rektor Hans-Peter Liebig vorgebracht. Auslöser war eine anstehende Prüfung, für die bisher kein Raum gefunden wurde.

Zum ersten Mal hat sich wegen des Hörsaalengpasses in Hohenheim der Unmut der zahlenden Studenten Bahn gebrochen. Wie berichtet, müssen sich seit Herbst mehr als tausend Studenten mit Fernsehübertragungen von Vorlesungen begnügen. Gestern monierte die Fachschaft Agrarwissenschaften, dass eine vom 7. auf den 21. Februar verlegte Prüfung zwar vor Weihnachten so zugesagt, dann mangels Raum wieder abgesagt und nun zwar wieder zugesagt worden sei, aber ohne Angabe von Raum und Uhrzeit. Das Hauptproblem: “Niemand fühlt sich dafür verantwortlich”, so ein Fachschaftsmitglied. Prüfungsamt und Dozenten schöben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

Rektor Liebig habe erklärt, er werde veranlassen, dass sich der zuständige Mitarbeiter um einen passenden Raum kümmere. Auf den grundsätzlichen Hörsaalengpass sei Liebig nicht eingegangen. Der StZ erklärte der Rektor, man sondiere gerade passende Mietobjekte. Bis zum nächsten Wintersemester wolle man das Problem gelöst haben. [ja]

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