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Archive for July, 2008

Nachtrag

Tübingen am Wochenende: Schokoeis, Sonne, Leute gucken, Sommer, Wasser, Gespräche, Stocherkahn, Insel, Platanenallee, Fachwerkhäuser, steil, Burg, Pizza, bummeln, nicht ins Kino, Kopfsteinpflaster, Botanischer Garten, schaufensterln, Verehrter

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Weg!

Nu wird es ernst: Lange genug auf Arbeit rumgehangen. Jetzt gehts “nach Hause” und dort auf zur letzten Ausmistung. Mal sehen, was ich noch so wegschmeißen kann.

Außerdem muss ich VA die Kündigung übergeben. Auf meine freundliche Frage zur Kündigungsfrist vor ein paar Wochen hat er geschrieen, dass ich gar keine hab. Das hat mich natürlich sehr gefreut, da ich mir so nicht 3 Monate vorher überlegen musste, wo ich nun hinziehen will.

Aber irgendwann muss man ja mal Bescheid sagen, also kriegt er es heute in den Briefkasten. Ich wollte schon fast draufschreiben: Party bitte erst nach dem 31.7. Hab es mir aber dann doch verkniffen.

Mein Telefon hab ich schon gekündigt und also bis Donnerstag auch kein Internet mehr. Ein bisschen traurig bin ich wegen meines schönen Bettes – die nächsten Wochen muss ich mit 1 Meter Breite leben, das wird schrecklich.

Sonst freu ich mich tierisch: endlich ungehemmt Fisch braten, Brot backen, aus dem Fenster gucken, rausgehen, laut telefonieren, lüften, duschen, Fahrrad aufpumpen, Vorhänge offenlassen, nicht aufräumen …. aaaaach das wird soooo cool werden! Juhuuuu – ick bin weg!

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Hitzewallungen

Bei der Hitze kommt man ja kaum zu Denken, geschweige denn dazu, kreativ zu sein.

Habe mir daher heute mit Kollegen F. überlegt, in Zukunft die Logos für die Projekte zu vereinfachen. Verändert wird nur noch der Titel des Projekts, der sich ganz “witzich und pfiffich” (Anm: Zitat aus den Anforderungen eines Chefs) als Mund tarnt.

Botschaft
Wir freuen uns alle ganz doll, dass wir in EU-Projekten mitarbeiten dürfen, unser Projekt ist einzigartig und immer ganz wichtig ist gepflegter SmallTalk und Lächeln. Ach und lieb ham wir uns ja alle sowieso. Meistens jedenfalls.

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Ich: Oh Mann, ich hab schon 9 Kisten gepackt und ich weiß gar nicht ob die 10, die ich hab, überhaupt reichen… Was kann ich denn noch wegschmeißen??? Willst du mein Telefon haben? Meinen Bildschirm? Den Schrank? Ich glaub ich schmeiß mein Zelt noch weg. Und die Bettwäsche. Eine reicht ja auch, oder?

Herr H: Dreh nicht durch!!

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Bei der Lokalbank

Ich: Ich möchte meine Adresse ändern lassen.
Kundenberaterin (klickt sich ins Konto): Ach, da fehlt ja noch Ihr Geburtsort.
Ich: hmhm.
Kundenberaterin: Den könnten wir jetzt noch eintragen
Ich: hmhm.
Kundenberaterin (zappelt nervös mit den Fingern): Können Sie mir den sagen?
Ich: Muss ich?
Kundenberaterin: Naja, das Feld ist noch frei.
Ich: Das ist ja zur Kontoführung nicht notwendig, oder?
Kundenberaterin: Naja, aber hier ist noch frei.
Ich: Ich möchte nicht mehr Daten als nötig angeben und wenn es zur Kontoführung nicht nötig ist…
Kundenberaterin: Ich kann ja auch in Ihrem Ausweis gucken.
Ich: hmhm.
Kundenberaterin (immer noch schweben die Finger erwartungsvoll über der Tastatur): Wollen Sie also nicht sagen?
Ich: Nein, ich will nur meine Adresse ändern.
Kundenberaterin klickt frustriert zum Adressänderungsformular.

Kundenberaterin findet das richtige Formular nicht und guckt hilfesuchend zum Kollegen.

Kundenberater kommt, Änderungen werden erledigt und ich habe noch eine Frage.
Ich: Geben sie die Daten eigentlich irgendwie weiter?
Kundenberater: Nein, gar nicht, selbstverständlich nicht. Also wir verkaufen keine Adressen oder so.
Ich: Und wie ist das mit der Schufa?
Kundenberater: Ach ja, das ist ja gesetzlich, das geht automatisch.
Ich: Und wenn ein Kunde kommt und sagt, er braucht ganz dringend die neue Adresse, es ist wirklich wichtig, es geht um Leben und Tod …
Kundenberater: Nein, das machen wir nicht, da können wir dann nicht helfen. Wir geben da keine Daten raus. Das ist ja Bankgeheimnis und äh…. äh … Datenschutz!

;o)))

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Der Countdown läuft

Noch 6 Tage, dann bin ich VA endlich und hoffentlich für immer los. Man sieht sich ja immer zweimal, sagt man, ich hoffe in diesem Fall das Gegenteil. Reicht schon, wenn der Typ in meinen Träumen erscheint. Grausig.

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Bei der ganzen Ausmisterei noch was gefunden, was ich unbedingt hier festhalten muss. Es passt auch gut zum Schwaben im Allgemeinen, der ja u.a. nach dem Credo lebt: “Ne gschumpfa isch globt gnuag!” (Nicht gemeckert ist genug des Lobes)

Ein Mensch mit keinem Grund zu Klage
Als dem der allgemeinen Lage
Klagt trotzdem und auf jeden Fall
Klagt herzlich, laut und überall
Dass jedermann sich überzeugt
Wie tief ihn Not und Sorge beugt
Wenn er sich nämlich unterfinge
Zu sagen, dass es gut ihm ginge
So ginge es ihm nicht mehr gut.

Der Neid, der rasche Arbeit tut
Hätt ihn vielleicht schon über Nacht
Um all sein Wohlergehn gebracht.

Drum hat der Mensch im Grunde recht
Der gleich erklärt, ihm ging es schlecht.

(Poesie in der Stuttgarter U-Bahn, Eugen Roth)
Jetzt kann ich den Zettel auch wegschmeißen ;o)

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sie

Sie war zu Besuch gewesen. Bei einem früheren Freund. Beide hatten sich gefragt, wieso es eigentlich damals nicht geklappt hatte. Inzwischen war er schon lange mit einer anderen Frau zusammen. Bei ihm war viel passiert: er hatte neue Hobbys, Ideen von damals verwirklicht, hatte – so schien es ihr, ein fast neues Leben. Nur sie war stehengeblieben. Lebte immer noch im gleichen Dorf, machte das gleiche, war gleich geblieben, konnte sich nicht vom Alten trennen. Er sagte, dass es mit ihnen beiden dann im zweiten Leben vielleicht klappen würde. Sie korrigierte für sich: “im dritten Leben”, denn sie hatte das schon einmal gehört und wusste wieder nicht, was es bedeuten sollte.

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Zweifel

Habe heute (Achtung: fataler Fehler!!) in einem Buch geblättert, welches ich eben heute freilassen wollte.

Es handelt sich um “Das Selbstreisehandbuch”, welches mir jemand geschenkt hat, an den ich lieber nicht mehr denken möchte. Daher auch die Freilassentscheidung. Dort folgenden sinnigen Spruch zum Thema (minimalistische) “Ausrüstung” gefunden: “If in doubt, take it out”.

Dies finde ich einen so guten Karmaspruch (passend zum Antimaterialismus), dass ich jetzt fast dazu neige, das Buch doch zu behalten, vielleicht hält es ja noch weitere solcher hilfreichen Weisheiten bereit?

If in doubt, take it out. If in doubt, take it out! If in doubt, take it out!! If in doubt, take it out!!! Weg damit!!!!

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Meist ist es ja so, dass man gezwungen wird, die Wände seiner Wohnung frisch anzupinseln, wenn man auszieht.

Meine Vermieter allerdings waren damals der Ansicht, dass doch der neue Mieter streichen soll, dann könne der es sich so einrichten, wie er will. Finde ich mal eine ausgesprochen praxistaugliche Vorgehensweise. Und so hatte ich mir damals die Wände auch gleich zuerst orange-grün und später dann himmelblau mit Wölkchen angestrichen.

Bis heute steht von den damaligen Exzessen noch Farbe herum. Weiße Farbe. Die habe ich gestern erstmal gesichtet und sie dann unglaublicherweise nach 9 Jahren untätigen Herumstehens noch streichfähig vorgefunden.

Nun ist es ja doch schade, die einfach so wegzuschmeißen. Bei epay verhökern stell ich mir schwierig vor, Abstellen an der Uni oder in der Firma würde wohl eher als illegale Müllablagerung anzeigt werden. Also anne Wand damit.

Vorteil: Man kann alle Schimmelflecken, Löcher, Kabelverfärbungen und Kaffeeflecken perfekt abdecken. Also schon vier Punkte weniger, über die man sich bei der Endabnahme der Wohnung streiten könnte. Und man hat die Farbe sinnvoll entsorgt.

Ich bin also jetzt schon fast ganz entspannt, weil ich nur noch Bett und Schrank auseinander bauen muss und sonst eigentlich schon fast alles geregelt hab! Und der Allergieanfall ist auch fast vorbei. Siehste.

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