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Archive for July, 2008

Manchmal

hilft löffelweise N.utell.a fressen. Lecker.

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Sie rief ihn an. Sie redeten über Belangloses. Sie tauschten Nachrichten aus von gestern und heute. Sie erzählte von ihrem Umzugsplänen und fragte, ob sie bei ihm Möbel unterstellen könne. Als er sagte, dass es ihm egal sei, spürte sie einen Stich im Herzen. Sie presste den Plastikhörer ans Ohr und wünschte sich, Gefühl zu hören. Als der Kloß in ihrem Hals begann, sie am Sprechen zu hindern, legte sie auf.

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Also heut ist mir ja was passiert…

Ich verkaufe ja immer noch verschiedene Sachen bei epay. Und nun geht’s an die größeren Sachen – ein Tisch in diesem Fall. Da bekam ich eine Nachricht von einem anderen epayer. Der meinte, der Tisch würde doch so gut aussehen und hätte auch so eine dünne Tischplatte – das sei doch typisch für den Bauhaus-Stil. Und das solle ich doch schreiben, dann würde ich bestimmt mehr und bessere Gebote bekommen.

Das ist doch mal was, oder?? Wer macht sowas? Also ich bin wirklich vonne Socken.

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Alle paar Tage muss ich mir von der Frau M. aus S. anhören, dass sie ja nun extra wegen mir hierher ins Ländle gezogen sei und wie ich denn nun im Sinne haben könne, das Ländle gerade jetzt zu verlassen.

Da dachte ich mir: Gut, dann lade ich sie mal zu einem tollen Event ein. Ich rufe an und sie jammert mir was vor von einer Prüfung, die sie demnächst hätte und dass sie lernen müsse usw. Dabei habe ich ihr nun doch jahrelang vorgelebt, wie man das mit den Prüfungen macht: Immer schön konzentriert zuhören, dann 1 – 2 Tage vor der Prüfung noch mal das Wichtigste wiederholen und dann geht das schon … also bis auf Biometrie, und PE und ähm.. naja egal.

Glücklicherweise war ich wohl überzeugend genug und so konnte ich Frau M. am Sonnabend morgen am Bhf abholen. Das Event selbst war eine Überraschung für sie – es sollte auf einem Frachtschiff den Neckar entlang gehen. “Oberwasser – Unterwasser” hieß das Ganze und war eine Inszenierung des Künstlers Jürgen Palmer und der KulturRegion.

“Der Ablauf an Bord ist dabei ebenso Programm wie die unangekündigten Ereignisse, die sich auf Brücken, in Schleusen, an Ufern oder an anderen Stellen aufdrängen oder sich beiläufig als Alltag tarnen. Sie können nie sicher sein vor unkalkulierbaren Ereignissen zu Wasser, zu Lande oder in der Luft. Und womöglich wird Ihnen im Laufe der Fahrt auch der Alltag verdächtig … verdächtig, Theater zu sein.”

Es war wirklich toll, was da geboten wurde, und das für nur 20 (zwanzig!!) Euro: Kaffee und Kuchen, Wasser und Sonnencreme für umme, leckeres Büffett abends und 6 Stunden Programm!! Und bis heute weiß ich nicht, was nun genau alles inszeniert oder Alltag war. Waren die symmetrisch aufgestellten LKW echt? Was war mit den Reiher(-skulpturen?)n? Und das Konzert im Freibad? Echt? Kunst?

Vielen Dank nochmal an Frau S. für die Organisation und den Tipp!! Und an Frau M.: Gutes Lernen diese Woche und eine top Prüfung!!!

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Keine Versuchung

Es gibt da eine Werbung für ein Auto: Das Auto kurvt durch die Gegend, einem Mann weht es fast die Mütze vom Kopf. Das Auto fährt zwischen Wolkenkratzern herum, der Lack glitzert. Die Straße ist so gut wie menschenleer, rechts spaziert eine Frau, daneben ein Leopard.

Ich überlege mir, was das wohl bedeuten soll: Soll es die besondere Dekadenz darstellen, die Extravaganz? Oder soll es eine heimlich untergeschobene Kritik der Spotmacher sein – so in der Art: Jeder Rohstoffverbrauch schädigt die Natur? Tiere ab jetzt nur noch in Städten? Oder – es wäre bestimmt der letzte Schrei, wenn man Leos so domestizieren könnte, dass sie wie brave Hündchen neben einem laufen.

Ausblenden der Szene, schwarzer Bildschirm und in weiß die Frage: Ist Ihnen die Frau mit dem Leoparden aufgefallen?
Also ich haben mir die ganze Zeit über nichts anderes Gedanken gemacht.

Erkenntnis: Ich stehe den Versuchungen des Automobilbesitzes vollständig resistent gegenüber.

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Gestern abend

Ich radele nach Hause.

Vor dem Haus sehe ich, dass auch Vermieterarsch (VA) Richtung Haus läuft (er wohnt auch dort). Da unsere Beziehung ja nicht gerade von Freundschaft geprägt ist, beeile ich mich etwas, um vor ihm im Haus zu sein. Er kann mich aber trotzdem noch ansprechen:

VA: Was scheppert denn do? Was klappret Sie da so? Machet Se ebbes hee?
Ich: Gucke nur kurz und reagiere gar nicht. (Was soll mal darauf auch sagen, zumal ich wenigstens ein “Guten Abend” erwarte.)
VA: Wann ziehet Sie aus?
Ich: Räume in aller Ruhe mein Rad zum Abstellplatz und sage weiterhin nichts.
VA: Frau Meier! Wann ziehet Sie endlich aus?!
Ich: Rad ist versorgt, ich schließe die Wohnung auf und fühle mich auch gar nicht angesprochen, da ich nicht Frau Meier heiße.
VA (schreit mit hinterher): Wann ziehet Sie aus?!?! Wann ziehet Sie aus?!!?? Und Ihr Rad – des kommt nicht mehr ins Haus, ab morgen ist das Rad da weg!! Wann ziehet Sie aus?!? Morge habe Sie von meinem Rechtsanwalt die Kündigung!!!
Ich: schon in der Wohnung, höre ihn weiter schreien.
VA (kreischt immer lauter und klingelt an meiner Tür): Sie ziehet aus!!! Morge!!!! Kündigung!! Ziehe Sie endlich aus!!! Rechtsanwalt!!! Fahrrad!!! Ahhh!!!

Als ich immer noch nicht reagiere, stampft er zu seiner Wohnung und knallt mit riesen Geschepper die Tür zu.

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Ich glaub, das ist der schlimmste Augenblick des Jahres für mich.

Wochenlang wird man dringend gebraucht und dann kommt das Loch des Nichtstuns. Klar, da warten andere Aufgaben auf mich – aber das isses einfach nicht.

Vor allem mit Herrn H. zusammenzuarbeiten, macht einfach Spaß. Meist verstehen wir uns einfach wortlos. Da gucken andere auf dem Hof manchmal ganz schön blöd, wenn wir in aller Stille oder mit nur einem Wort Sachen abmachen und sie überhaupt nichts davon mitgekriegt haben. Oder wenn wir am Erdbeerstand mit einem Blick klarmachen, wie wir schwierigen Kunden begegnen. Soetwas hat man wahrscheinlich selten, so ein Verständnis füreinander. Dann ist es umso schwerer, Abschied zu nehmen.

Denn nach dem Ende der Ernte naht nun auch mein Ende hier im Ländle. Wie ich das verkrafte, weiß ich noch nicht, im Moment schwanke ich zwischen Depression und Euphorie. Endlich etwas Neues anfangen ist spannend, aber sich vom besten Freund zu trennen ist superhart.

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Über mein Händi ist ja vor ein paar Tagen ein Traktor gerollt. Anfangs konnte man noch einen Teil des Display lesen, inzwischen hat sich fast vollständige Schwärze eingestellt.

Die liebe Frau K. vermeldete daraufhin, dass sie noch ein altes Gerät habe und schickte mir gleich zwei! Die sind also gestern angekommen (Vielen Dank!!). Nach Akku laden, Vergessen der Händis auf Arbeit, wieder Vergessen von der einen Arbeit zur anderen mitzunehmen … habe ich heut dann endlich mal meine Karte eingelegt. Damals hatte ich mir so schlau gedacht: Speicher ich mal alles auf dem Händi, dann hab ich keine Speicherplatzprobleme. Und nu hab ich den Salat: Keine Nummer auf der Karte! Alle auf dem Händi! Hölle! Alle Kontakte der letzten Jahre – weg!

Verzeihung also liebe Frau K., ich konnte nicht anrufen … :o(

Kann man eigentlich so ein Display auch reparieren lassen?

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Ein kleiner Bus hält vor dem Stand.

Ihm entsteigt ein Mann, aussehend wie ich mir einen echten Bergbauern vorstelle: Langes Wallehaar, buschiger Vollbart, zwei Äuglein blicken zwischen Knollennase und Lachfältchen auf meine Erdbeeren. Er guckt und guckt, ich ebenfalls, erwartungsvoll.

Ein Korrb, sagt er langsam. Und: HaabenSieauch Himmmbeeren? Ich: Nein, leider nicht. Äpfel konnte ich noch bieten oder Apfelsaft oder Kartoffeln oder Birnen oder Zw… Er grinst in sich rein, guckt sich gemächlich um und sagt: dvoohrrrichtgzfünfhundrteuromaache. Ich habe überhaupt nichts verstanden, immerhin dämmert mir, dass ich einen Schweizer vor mir habe: Wie bitte? Dvohrrichtunggzumfünfhundrteuromaache. Ahh! Die Vorrichtung zum 500 Euro machen! Er geht mit seinem Korb schon zum Bus zurück, als ich lache.

Merke: Die Schweizer sprechen zwar langsam, habens aber faustdick hinter den Ohren.

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