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Archive for August, 2008

Lieber Michael,

danke für deine Mail, die mich sehr überrascht hat. Dass du nach so langer Zeit noch an mich denkst…

Und gefreut habe ich mich sehr, denn wenn ich ehrlich bin, war ich schon immer ein bisschen verliebt in dich. Ich finde dich toll, weil ich Männer mag, die nicht so viel labern.

Nur leider bist du nicht der Einzige. Man könnte auch sagen: Michaels pflastern die Straßen meines Liebeslebens und hängen noch häufiger nur als unerreichbare Gemälde darüber. Da wäre Michael 1, der freundliche Undurchschaubare. Und Michael 2, der Weltumradler. Michael 3, der so unsagbar lässig war, Michael 4 punktete durch sein überaus großes Fachwissen, Michael 5 durch intellektuelles Geplänkel, Michael 6 hieß eigentlich Michel, erschien zuerst vollkommen und brach mir dann das Herz.

Daher, lieber Michael 7, muss ich dir schweren Herzens mitteilen, dass aus uns nichts werden kann. Die Michaels dieser Welt sind mein persönlicher Fluch. In spätestens einem Jahr wirst du eine schwere Herzenswunde davontragen und auch ich werde desillusioniert in den Alltag zurückkehren. Daher sollte wir unsere Beziehung lieber beenden, bevor sie angefangen hat.

Deine Die Frau Glasok

PS. Hast du nicht noch einen Zweitnamen?

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ist, wenn Leute an meinem Stil rumkritisieren. Also jetzt nicht Klamotten oder Frisur oder so (Tipps werden gern entgegengenommen), sondern am Schreibstil! Da flipp ick echt uss.

Das war schon in der Schule so – als vom Lehrpersonal behauptet wurde, das Wort “Historie” könne man nicht verwenden, das sei ja gar kein richtiges Wort – “Geschichte” müsse das heißen (es ging um den historischen Werdegang der Schule).
Oder als Sätze wie: “Gut wirken dabei Farben wie blau oder weiß.” kritisiert wurden und man verlangte, dass ich Artikel einfüge, also so: “Gut wirken dabei DIE Farben blau oder weiß.” Dass ich damit den Sachverhalt einen Tick anders ausdrücke also vorher, ist wohl nicht aufgefallen. Womit wir schon beim Anlass zum Schreiben dieses Artikels wären:

Sätze, die mit “Dass” anfangen. Geht das? Klar geht das. Ich stelle damit die Hauptaussage nach vorn und betone damit vielleicht noch stärker die Wichtigkeit der Aussage. Zudem weiche ich etwas von der Standardformulierung (Es ist … erkennbar, dass …) ab und hoffe, damit von der Langweiligkeit des Inhalts abzulenken.

Gestern also Korrekturlesung der BArbeit von der Betreuerin zurückbekommen:

“Daher gab es Überlegungen, ob auch noch andere Faktoren blabla eine Rolle spielen könnten. Dass der Genotyp einen Beitrag von bis zu 82 % leistet, wurde von XYZ (2003) gezeigt.”

Kommentar dazu:

“Stil: Satz nicht mit dass beginnen”

Dass nur mal klar ist wie extremo, wahnsinnig super doll … arrgh, mann wie abgründig tief ich das HASSE!

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Zwecks wissenschaftlicher Recherche habe ich mir vom Pflanzenbauberater unserer Region ein paar Infos schicken lassen.

So ein Berater ist quasi die Mutti für alle Landwirte. Freiwillig gewählt allerdings, denn um in den Genuss seines Wissens zu kommen, muss man Mitglied im Beratungsring sein. Hat der Landwirt dann nun beschlossen, sich so eine bezahlte Mutti zu suchen, will er selbstverständlich auch gut betreut sein.

Die Mutti schickt alle zwei Wochen ein Rundschreiben mit der Beschreibung der allgemeinen Aussaat- oder Erntelage, besonderen Wettervorkommnissen und – das ist das Wichtige – Hinweisen zum Pflanzenbau. Denn nur die Mutti hat die Zeit, sich ausführlich die Ergebnisse der Landessortenversuche anzusehen oder Infos der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln (PSM) oder Düngern auf Praxistauglichkeit zu überprüfen.

Wie das aber nun so ist mit Kindern – man kann sie sich nicht aussuchen. Und wie das weiterhin so ist – es gibt immer welche, das fragt die Mutti sich: Wer ist da bitte Vater? Unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt, bilden sich die unterschiedlichsten Charaktereigenschaften heraus. Kind 1 will jeden Tag mit Mutti telefonieren, 2 will besucht werden, 3 will wissen, wieso Mutti ihm nicht endlich die richtige Sorte kauft und 4 beschwert sich, dass Mutti noch immer nicht das passende PSM für ihn entwickelt hat.

Und wie das nun so ist mit Muttis – sie erklären geduldig, bespaßen ohne sichtbares Missvergnügen, trösten und reagieren zumeist sehr gelassen und verständnisvoll. Aber wie das nun so ist mit Menschen – jedem platzt mal der Kragen. Keiner kann ewig nur bemuttern. Die einen gehen dann meditieren, andere schreiben Blogs und wieder andere gebens den Kindern in den Rundschreiben zurück (Eingeklammertes von mir):

Herbizidempfehlungen zu Raps: Situationsbezogenes Handeln kann Kosten sparen oder zumindest Wirkungen sicherstellen. Es gibt immer noch nicht die Eierlegende Wollmilchsau. (Kapiert das endlich und hört auf, von mir die absurdesten Mixturen zu verlangen!!)

oder

Auf den groben Böden ist der Raps noch nicht ganz so weit. Vorauflauf-Herbizide dort UNMITTELBAR ausbringen, nicht erst morgen. (… und nachher wieder zu mir rennen und meckern, weil es nicht wirkt!!)

oder zu Thema Schneckenkorn in Raps streuen:

Beachten Sie die Köderdichte, denn so blöd sind die Schecken auch nicht, das sie meterweise zu einem Schneckenkorn hinkriechen und die zwischendurch wachsenden kleinen Vitaminbomben in Form von Rapspflanzen stehen lassen. (… während ich mir bei euch da manchmal nicht so sicher bin.)

Nach gewissen BArbeit-verursachten Missstimmungen endlich mal wieder was zu lachen.

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Erinnerungen

Morgen kommt die Freundin, da musste ich heute aufräumen.

Und da es ja immer noch gilt, Material abzuhäufen, hab ich genauestens alles auf Wegschmeißbarkeit geprüft. Und dabei gemerkt, dass es total unbrauchbare Sachen gibt, von denen ich mich nicht trennen kann: uralte Kontoauszüge, alte Erdbeerkörbe oder eine CD-Hülle – schon jahrelang ohne CD. Alle diese Sachen haben gemeinsam, dass sie irgendwie von Herrn H. künden. Ich kann nichts von ihm wegschmeißen. Versuche ich es, fühlt es sich an, als würde ich mir was abschneiden. Das ist doch schizo. Ich habe nicht viel von ihm und je weniger es wird, desto stärker hänge ich an jedem Teil. Jahrelang sind wir zusammen gewachsen und zusammengewachsen. Da ist es ja eigentlich nur normal, dass er ein Teil von mir ist. Mich stört nur, dass dieser Teil manchmal so schitti weh tut. Und er ist immer so souverän was uns betrifft und ich bin innerlich nur ein kleines Häufchen irgendwas und versuche, mir nichts anmerken zu lassen. Mist. Fehlt noch, dass ich es nicht schaffe, die Äpfel zu essen, die er mir letztens mitgebracht hat.

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Um die Flaute bei Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit zu überbrücken, habe ich mich heute mit einem praxisgerechten Artikel vergnügt. Dieser lungert schon seit Monaten, nämlich seit Januar hier rum, wurde heute nochmal überarbeitet und steht ab heute allen zur Verfügung! Wer also schon immer wissen wollte, wie das mit den Äpfeln eigentlich funktioniert – bitte.

Flautenüberbrückungshilfe brachte heute auch noch der ups-Mann!

Berliner Suessigkeiten

Danke an liebe Leute in Berlin, die alles dafür tun, dass ich nächste Woche Urlaub machen kann! ;o)

Weiß eigentlich jemand, was das Gegenteil von “dominant” ist? Ich habe heute abend Überlegungen angestellt, ob Raps vielleicht weniger Pflanzen/ha durch eine höhere Anzahl an Seitentrieben ausgleichen könnte. Der Haupttrieb ist üblicherweise der dominante Trieb bzgl Anzahl der Schoten, Korngröße usw. Was sind dann die Seitentriebe? Devot? Rezessiv? Hmm.

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Etwas übertrieben hat die Stuttgarter Zeitung bei dieser Überschrift schon. Da gab es ein Interview mit Fritz Reheis (“Zeitforscher”), der wie schon so viele, eine “Entschleunigung” des Alltags und mehr “Zeit für Sexualität” fordert. Was mir aber besonders gefallen hat, war diese Stelle:

Werbung ist ein systematischer Versuch, Menschen zu verführen, Dinge zu tun, die sie sonst nie tun würden. Werbung macht Menschen unruhig. Und so rennt der Mensch zu Saturn, kauft sich einen neuen Fernseher mit allen möglichen Zusatzfunktionen, dann muss er die Gebrauchsanweisung lesen und sich mit Fragen der Konfiguration, der Reparatur, des Ersatzes und so weiter auseinandersetzen. Das kostet viel Zeit und führt zu Stress. Und dann kommen die ungezählten Stunden, in denen ihn schwachsinnige Sendungen an das Gerät fesseln. Das alles raubt uns die Eigenzeit – Zeit, die man nach eigenen Vorstellungen verbringt …

(Quelle: Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung, 16.08.2008, S. 44)

Ich konnte wohl nie so richtig verständlich machen, wieso ich am liebsten nichts besitzen würde. Nun hat er es gesagt und ich hoffe, es ist verständlich.

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Herr H.

Seit meinem Umzug muss ich auf die tägliche persönliche Erreichbarkeit des Herrn H. verzichten. Ich wusste, es würde hart werden. Aber dass es bei seinem ersten Besuch so werden würde, dass ich kein vernünftiges Wort rausbringe, lippenbeißend dasitze, eine Packung Taschentücher aufreißen muss und “Knieperalarm deluxe” (danke an Frau Ami für diese Wortschöpfung) herrscht – damit habe ich nicht gerechnet.

Elendige Sentimentalität.

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Lautes Vorsprechen

hilft bei statistischen Verwirrungen: “Null Komma Null Zwei ist kleiner als Null Komma Null Fünf, also gibt es einen signifikanten Unterschied und die Sorten sind NICHT gleich.”

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Gutes

Es hat auch sein Gutes, wenn man an einen Schreibtisch in einem WG-Zimmer am Stuttgarter Stadtrand gefesselt ist: Man kann nicht ins Visier der Datenkrake kommen ;o)

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Neuer Plan

Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Meine Statistik ist fertig. Nachdem ich heute wirklich einen mittelgroßen Psycho-Loch-Anfall hatte, hatte Erklärbär ein Einsehen und ich bekam Antworten auf alle meine Fragen. Natürlich konnte er sich bei der Frage nach dem Mittelwert ein “Skript Seite 230” nicht verkneifen, aber ich bin ja nicht so. Ich verzeih es ihm. War eh etwas schwierig heute, denn ich hatte heut nacht einen ähem etwas naja sinnlichen Traum von mir und ihm. Jaja, so geht das, wenn man in Abhängigkeiten gerät.

Heute ist dann auch noch mein wunderbares Gummibärchenpräsentierhütchen angekommen.

Was kauft man nicht alles, wenn man im Rausch ist. Um weiteren derartigen Entgleisungen vorzubeugen, habe ich mir gestern ein strenges Regime für mich selbst überlegt. Grundsätzlich kann ich ja nur an meiner BArbeit schreiben, wenn ich ich wirklich nichts anderes mehr zu tun hab. Es muss echt stinklangweilig sein und nur dann scheint die Erlösung die Form einer BArbeit zu haben. Es ist einfach ein Elend, wenn einen das Thema so gar nicht interessiert.

Also, Regime: Ab jetzt 8.00 aufstehen, dann Netzkabel vom Rechner nehmen, zum Briefkasten gehen, Zeitung rausnehmen, Netzkabel einschließen, Zeitung lesen, frühstücken und losBAen – kein Internet bis 20.00. Ab 20.00 darf ich dann wieder zum Briefkasten gehen und das Kabel wieder holen. Ich hoffe, dass das klappt, es sind immerhin 6 Treppen bis zum Briefkasten, also lang genug, um sich das Lohnende des Ganges zu überlegen.

Ist doch einfach mist, wenn man sich nicht im Griff hat, oder? Sollte ich nun plötzlich zum Kochprofi mutieren, wisst ihr, dass es nicht geklappt hat.

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