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Archive for November, 2008

Afrika!

Vielleicht bald. Es fehlt nur noch das ok der Ärzte. Mehr, wenn alles fest ist und das Bibbern ein Ende hat. Spannend!!

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Überleben

Wenn man im Container lebt und nichts hat, was einen so unterhalten könnte, kommt man auf die Idee, mal wieder zu lesen.

Also habe ich mir in den letzten Wochen bei real diese Mängelexemplar-Bücher gekauft, Trivialliteratur – aber unterhaltsam. Und kosten nur 2,99. Die Kriterien waren: Es musste dick sein und durfte nichts mit Fantasy und Elfenreichen und so nem Zeug zu tun haben. Die ersten beiden Bücher waren dick und actionhaltig – also gut. Das dritte zu dünn und das vierte nicht so gut. Nun habe ich im real also alle dicken, guten und billigen Bücher weggekauft.

Da kam ich auf die Idee, hier im Dorf die Bibliothek aufzusuchen. Heute regnet es ja ununterbrochen, daher gab es nichts zu arbeiten. Ich ging noch kurz beim Herrn H. vorbei, um meinen Ausweis zu holen, den ich ja vermutlich für eine Anmeldung brauchen würde. Er guckte skeptisch, als ich von meinem Vorhaben erzählte, wälzte wortlos das Telefonbuch, wählte eine Nummer und gab mir den Hörer mit dem Wort: Bücherei. Niemand ging ran. Er wälzte wieder das Telefonbuch, wählte und gab mir den Hörer: Rathaus. Niemand ging ran. Wieder wälzen: Bürgeramt. Es meldete sich die Vorzimmerdame des Bürgermeisters und ich fragte, ob sie mir denn die Öffnungszeiten der Bücherei mitteilen könne. Sie suchte kurz und sagte dann: Montag und Donnerstag von 16 – 19 und Mittwoch von 11 – 17.

Vom Schock getroffen sank ich darnieder. Wieder wurde mir bewusst, was für ein Dörfchen das hier ist. Und die Folgen: keine Bücher, kein Lesen, nichts zu tun. Was für ein Graus.

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Ego

Heute habe wir (Herr H. und ich) erkannt, dass wir beide total egoistisch sind.

Das wäre jedenfalls eine Erklärung dafür, dass er sich nicht für mein Leben interessiert und ich mir eigentlich bei vielen Leuten Notizen anlegen müsste, was die grad so machen, ob die ne Freundin/Freund haben, wo sie im Urlaub waren usw. Ich kann mir sowas einfach nicht merken. Letztens hab ich jemanden gefragt, wie der Urlaub war, er guckte verwirrt und sagte dann: Ach, der im Sommer. Das war peinlich. Manchmal frage ich Leute nur deshalb nichts Privates, weil ich mir nicht mehr sicher bin, ob das Ereignis tatsächlich mit DER Person oder mit einer anderen war. Oder Namen – ganz schlimm. Besonders peinlich, wenn man den Namen von Kollegen nicht kennt und dann rumstottert, weil man über den Betreffenden was erzählen will: Na, der da im Büro hinten links mit den hellen Haaren. Nein, der Große… Schlimm.

Ist das Egoismus? Oder Vergesslichkeit?

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Vorbereitung

In einem Buch zum Thema Assessment-Center habe ich gelesen, dass man sich in fachspezifischem Vokabular ausdrücken soll. Damit man gleich eine “Brücke” herstellt zwischen den Beobachtern und der eigenen Person. Also habe ich überlegt und gesucht und auch gefunden: interkultureller Dialog, partnerorientiert, partizipativ, zielgruppennah, lokale Kompetenz fördern, Mitwirkungskultur. Besonders gefällt mir: “Unterst.ützung struk.tureller Ver.änderungsprozesse von unten”.

Nun sollte ich das Ganze noch schnell in meine aktiven Wortschatz überführen. Und das, wo ich immer bestrebt war, in allgemeinverständlichen Worten zu reden und derartige “Worthülsen” zu vermeiden.

Ansonsten lebe ich noch. Im Container ist es kalt. Kochen im Freien dauert (wegen der Kälte) ewig. Das Essen ist auch immer so schnell wieder kalt. Die heiße Dusche abends ist herrlich. Ich habe keinen Muskelkater mehr. Wir sind fertig mit dem Verteilen der 40+ kg schweren Holzstangen in der Apfelanlage. Der Apfelsaft dieser Saison wurde letzten Donnerstag in einer 14-stündigen Aktion gepresst. Und ich brauch noch ne Bluse für das Assessment-Center.

Am Sonntag gehts dann also los Gruppenaufgabe. Danach am Mittwoch folgt ein Gespräch in Stuttgart. Den Job will ich zwar eigentlich gar nicht (nur 75%) aber ansehen kost’ ja nix.

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Arschprolet

Die Lage ist wieder etwas besser. Zum Kern des Problems sind wir zwar nicht vorgestoßen, aber das kenne ich ja. Er meint, er könne eh nicht mit mir reden, weil ich mit meinen “studierten Reden” – was soll er da sagen. Oder so. So lange, wie wir uns kennen, sollte Schüchternheit allerdrings kein Thema sein. Er meint halt, ich solle doch einfach von mir erzählen und er hört sich das dann an. Aber anhören reicht mir nicht, sage ich dann. Er soll auch reagieren, mal was fragen, mal seine Meinung sagen. Daraufhin musste ich mir ne halbe Stunde lang auf jeden Äußerung von mir ein ” Warum?” anhören. Infantil, sach ich. Und dann macht er irgendwelche Witze und ich muss lachen und er denkt, die Welt ist wieder in Ordnung.

Da war nämlich tatsächlich eine lustige (also anfangs nicht) Situation:

Ich hatte eine Schaumstoffmatraze zwischen zwei Stapel mit Paletten gelegt (Wie ich schon mal erwähnte, musste ich ja kurzzeitig aus dem Container ausziehen und dachte, ich müsste eine Matraze mitnehmen in mein neues Schlafgemach – da war aber dann schon eine. Ich brachte die Matraze dann aber nicht wieder zurück, sondern legte die einfach zwischen die Stapel, um sie beim Rück-Umzug wieder zurückzubringen.) Herr H. stellte sich vorgestern auf dem Höhepunkt unseres Krieges neben die Matraze (eindeutig als solche zu erkennen) und fragte: Was ist das hier?! Ich guckte ein wenig nachdenklich und sagte dann: Ich glaub, das ist ne alten Hose von mir. Angenervt verschwand er.

Gestern zog ich wieder in den Container ein und nahm auch die Matraze wieder mit.

Heute dann räumten wir alle Großkisten vom Hof, da wir morgen den Platz für den Apfelsaft brauchen. Ich sollte ein paar Kisten wegbringen und fragte wohin. Und er sagte dann allen Ernstes: Dahin, wo deine alte Hose lag.

Klar, dass ich lachen musste. Und er haute da dann natürlich voll rein und meinte: Ha, ich habs gesehen – da, die Lachfältchen und du hast dich auch viel zu schnell umgedreht :oD. Und das, wo ich mir vorgenommen habe, ab jetzt nur noch sachlich und kein bisschen lustig mehr zu sein. Knacki – der.

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Pistazien

Vorgestern eine Packung Pistazien verschlungen und nun seitdem eine taube Zungenspitze … Da soll doch nur Salz dran sein … Seltsam.

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Scheiße

Da hatte ich die Vorstellung, dass ich wie früher hier arbeite, alles ein großes Ferienlager ist und wir einen Haufen Spaß haben. Statt dessen läuft hier irgendwas gewaltig schief: Wir schweigen uns an – schlimmer als zwei Unbekannte. Außer der Arbeit läuft gar nichts. Und irgendwie ist alles ganz ganz anders, als in meiner Vorstellung.

In einem Zustand, in dem man sich als Arbeitskraft willkommen und als Person maximal geduldet vorkommt, verliert man jegliche Lust, überhaupt noch was zu tun.

Scheiße. Keine Ahnung, wie das passieren konnte.

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Statusbericht

Eine Woche voller Arbeit geht nicht zu Ende. Nein, wir arbeiten einfach weiter, als ob es kein Wochenende gäbe.

Der ursprüngliche Plan, dass ich hier nur ein paar Tage Äpfel pflücke, ging schon am Montag den Bach runter. Dienstag waren dann die verhagelten Äpfel in Arbeit. Dieses Jahr hatten wir hier nämlich zwei Mal verheerenden Hagel. Den Äpfeln unterm Hagelnetz ist nichts passiert – aber die ungeschützten …

Braeburn-Ernte mit K2 unterm Hagelnetz.

Braeburn-Ernte mit K2 unter Hagelnetz.

Ein Teil war schon lang verfault wegen der tiefen Einschläge, der Rest unverkäuflich (als Tafeläpfel). Dienstag haben wir dann also einige Kisten noch mal sortiert, weil auch während der Lagerung hier auf dem Hof wieder einige verfault waren. Mittwoch dann kam der LKW, der so um die 30 Tonnen mitnahm. Wir werden dafür vermutlich ca. 1000 Euro erhalten. Schlechtes Geschäft. Sehr schlechtes. Und die Äpfel fehlen im Verkauf.

Auskippen der Mostäpfel auf den LKW.

Auskippen der Mostäpfel auf den LKW.

Daher wurde im Frühjahr der Entschluss gefasst, dass die bisher ungeschützte Fläche auch unter ein Netz muss. Zusätzlich konnten wir Nachbarfläche dazupachten und pflanzen vier neue Reihen Birnen. Daraus ergab sich wieder ein Haufen Arbeit: Bäume auf der Nachbarfläche roden, Holz wegfahren, Parzelle ausmessen, Grenzstein suchen, alten Zaun abbauen, neuen Zaun aufbauen.

In den nächsten Tagen müssen dann die neuen Reihen “ausgefluchtet” werden, d.h. alle Pfosten dieser Reihen werden per Auge und zwei Personen schön in einer Reihe in den Boden geschlagen. Dann müssen die Pfosten für das Hagelnetz in der kompletten Anlage verteilt werden. Neue Pfosten, weil die für das Netz 4 m hoch sind und “normale” Pfosten nur 2,50 – diese können also nicht für das Netz verwendet werden. Eine umständliche Angelegenheit – normalerweise baut man so ein Netz, bevor die Bäume stehen.

Bau des neuen Zauns.

Bau des neuen Zauns.

Der Mensch, der die großen Pfosten reindrückt, kommt am Mittwoch. Keine Ahnung, ob wir bis dahin alles schaffen. Danach wird dann unser Apfelsaft gepresst. Dazu kommt eine mobile Mosterei auf den Hof. Die Aktion dauert dann auch zwei Tage.

Ist jetzt jemandem aufgefallen, dass ich noch gar nicht vom Äpfelpflücken geredet habe? Ähem. Diese Äpfel brauchen wir aber für unseren Saft. Also ick weeß nich, wie dat noch werden soll. Nur soviel, dass mein Aufenthalt hier doch ein wenig länger als gedacht dauert.

Und noch: Container ist super, nur bin ich inzwischen schon wieder woanders, nachts kanns es schweinekalt sein, ohne Internet ist mal auch nicht schlecht, ohne Kaffe gehts morgens gar nicht.

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Henkersmahlzeit

Also zumindest fast die letzte. Das letzte Ei gebraten, schon mal ein bisschen von den Heute-abend-Schupfnudeln-mit-Sauerkraut genascht, Weintrauben. Ist ja nicht das Schlechteste ;o)

Tja, das wärs dann. Jetzt geb ich mir noch gepflegt die (Fernseh-) Kante und in zwei Stunden gehts dann los.

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Wieder weniger!

Ich bin mal wieder am Reduzieren. Ich schaff es schon noch, dass ich meinen Hausstand in einem Smart umziehen kann. Heute waren mal wieder die restlichen CDs dran. Statt eigener Hülle sind sie nun zu Viert zusammengepfercht und in einen Ordner gepresst. Gespart: Die Kiste, in der sie vorher drin waren und einen Haufen Hüllen. Und im Ordner war eh noch Platz.

Und für alle, die sich dafür interessieren, wo ich die letzten drei Monate verbracht habe, gibts hier ein paar Bilder.

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