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Archive for December, 2008

Ein Loch

Es regnet, mein Kopf tut weh. Aber immerhin gibts Kaffee und Internet. Und seit gestern den VERTRAG! Jippi!

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Abschied

Mann, wie ich Abschiede hasse.

Man merkt es mir, denke ich, zwar meist nicht an – aber Abschiede betrüben mich zutiefst. Wie gestern der Abschied von meiner Lehrerin. Wir haben uns ja wirklich nicht oft gesehen – nur fünfmal – aber in der Zeit doch irgendwie ganz intensive Gespräche geführt. Wie gestern, als ich meinen Lebenslauf erzählte und immer wieder auch Gründe für die einzelnen Stationen vorbrachte. Wie ich ihr z.B. erzählte, dass es mir früher schwer fiel, zu sagen, dass ich Landwirt bin und warum das so war. Und das erst das Studium mich eigentlich davon befreit hat. Weil ich erst da Kontakte mit Leuten hatte, die Landwirtschaft als ein ganz normales Studienfach angesehen haben und mich nicht als “Magd” (ja, auch sowas musste ich mir anhören) betrachteten.

Alles Schlechte soll ja aber auch immer was Gutes haben und so ist auch dieser Abschied vielleicht etwas Gutes. Er bringt mich in erster Linie meiner Abreise näher. Aber er hat vielleicht auch verhindert, dass ich noch mehr Persönliches erzähle. Dass ich erzähle von den schwierigen Diskussionen der letzten 12 Monate, vom Frust, von Euphorie, von Traurigkeit, von geplatzten Träumen …

Und trotzdem hasse ich Abschiede.

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Camfranglais

Heute war die vorletzte Stunde mit meiner Französisch-Lehrerin. Normalerweise machen wir immer 90 Minuten Unterricht. Und heute waren wir so am Quatschen, dass wir nach einer Stunde erst ein bisschen Grammatik gemacht haben. Und dabei hatte ich noch so viele Fragen  …

Ich hatte mir am Samstag in Strassburg einen französischen Reiseführer von Kamerun gekauft.

Und da wurden u.a. die Besonderheiten von “Camfranglais” beschrieben. Es muss da wohl zum Teil ein sehr kreatives Mischmasch der Sprachen geben. Und ein paar dieser Begriffe lies ich mir heute erklären. Eine Toilette heißt auf französisch “cabinet” (keine Rechtschreibgerantie) und wenn man aufs Klo geht, dann geht man “cabiner”  – das ist so, als ob man auf deutsch sagen würde “toilettieren”. Oder wenn man fragt, ob jemand “geschmückt” ist, ist das die Frage, ob der Tank des Autos voll ist. Kann aber auch heißen, dass eine Frau ordentlich Holz vor der Hüttn hat – also Vorsicht!

Hin und wieder ersetzt man auch einfach ein franz. Wort durch ein afrikanisches: Ein “girl” wird ein “go” und ein “maison” ein “ntung”. Also das kann lustig werden ….

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Isch bön überforderrt

Inzwischen habe ich ja regen Kontakt zu meinem Vorgänger.

Natürlich interessiert mich alles, was mit dem dortigen Leben zu tun hat. Und heut hat er mir Fotos von “meinem” Haus geschickt.

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Ich bin ein wenig schockiert – 200 qm Wohnfläche!!! Ick flipp aus – das ist ja 5 mal soviel wie in der letzten Wohnung. Und 1omal soviel wie im Container. Wat soll isch damit?!?! Schrecklich. Bitte besucht mich alle! Einer muss ja auch die 500 qm Garten pflegen ;o)

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Heute hatte ich die erste Französisch-Lektion.

Und ich bin jetzt ganz froh, denn so katastrophal wie der efe meine Kenntnisse eingestuft hatte, sind sie gar nicht. Morgen werde ich dann versuchen, auf französisch zu erklären, was für eine Aufgabe ich dort eigentlich habe.

Inzwischen versucht die Frau M., mir noch irgendwie zu einem Französisch-Kurs in Frankreich (vor Jahresende) zu verhelfen. Sie telefoniert schon seit einer halben Stunde mit verschiedensten Leute, die irgendwann mal einen Freund in F gehabt haben o.ä. (O-Ton: “Lebt der noch?”, “Hat die nicht Kinder, die gehütet werden wollen?”). Ist es verständlich, dass mir das ein wenig peinlich ist?

Immerhin durfte ich mit der jetzigen Lehrerin selbst den Termin ausmachen. Muttis halt. Ist ja auch schön irgendwie.

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Ich bin tt

Tropentauglich!

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Bescheuertnes

Wat für ein Fuzzi!

Wenn ich was zu ihm sage – keine Reaktion. Frage ich was – keine Antwort. Heute ist mal wieder so ein Tag, wo ich mir vorkomme, wie der letzte Arsch. Und früher – da waren wir so (fingerüberkreuz) und zwar doppelt und dreifach. Und mehr. Mir fallen dazu nur zwei Interpretationen ein.

Ich gehe ihm total auf den Keks, für die Arbeit tauge ich wunderbar, ich mache ja auch alles und kenne mich aus, ansonsten will man mit mir aber nichts zu tun haben. Da kommt natürlich erschwerend hinzu, dass ich ja im Moment ziemlich auf ihn angewiesen bin. Im Container zu hocken ist langweilig, daher bin ich abends meist beim Herrn Fuzzi. Das ist vielleicht sehr ätzend, wenn man eine Person nicht leiden kann.

Oder ist da noch mehr, man hat nur dieses “Mehr” in den letzten Jahren so gut versteckt und in einen immer tieferen Winkel gedrängt und beim näherem Kontakt besteht die Gefahr, dass dieses Mehr plötzlich hervorkommt?

Ich verlange doch nicht zuviel, wenn ich Antworten auf simple Fragen, wenn ich eine normale Freundlichkeit erwarte?! Ich komme mir vor wie ein Möbelstück, wenn ich hier sitze und er seinen abendlichen Tätigkeiten nachgeht und mich vollkommen ignoriert.

Nun habe ich für die nächsten Tage meine eigenen Pläne gemacht, ich bin nicht hier. Da ist er jetzt vermutlich sauer, da er mich für die Arbeit nächste Woche gebraucht hätte. Und das Dumme ist, dass ich sogar ein schlechtes Gewissen habe, weil ich nun dabei nicht helfen kann – ich mein, wie bescheuert kann man sein?!?!

Ich fass es einfach nicht, wie beschissen das Ganze ist. Und das ich einfach nicht sagen kann: Ist mir doch scheißegal, ich mach halt mein Ding und was du von mir hältst, geht mir grad am Popo vorbei. Statt dessen hocke ich hier, warte auf ein Zeichen der Zuneigung und heule mir die Augen aus. Wie bescheuert muss man bitte sein …

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Arbeit

Ich glaube, es ist nun soweit, dass das kryptische Geschreibsel ein Ende haben kann.

Am 20. Oktober habe ich mich beim efe (Eeutscher FntwicklungsEienst) beworben. Die Idee gab es bei mir schon lange, allerdings dachte ich immer, meine Berufserfahrung reicht noch nicht. Dann während des Studiums vergaß ich das Ganze fast oder dachte mir auch z.T., dass das so hochgestochene Pläne sind und jeder will das machen und da reihe ich mich nicht auch noch ein. Ich bewerbe mich dann lieber einfach im Stillen und dann ist es auch nicht so peinlich, wenn es nichts wird.

Schon ein paar Tage später wurde ich dann zur Auswahltagung eingeladen.

Knapp 3 Wochen später war es dann soweit – 2 Tage Auswahl in Bonn. Am ersten Tag machten wir unter Beobachtung zweier Psychologinnen verschiedene “Spiele”. Meine Befürchtung, dass man sich in einer 10+ Gruppe behaupten muss, bewahrheitete sich nicht – wir waren nur 4 Leute/Gruppe. Und fast alle Leute (um die 20) hatten sich auf verschieden Stellen beworben, so dass es auch keine direkte Konkurrenz gab. Also es war wirklich eine ganz angenehme Atmosphäre. Und schon am Nachmittag wurde mir mitgeteilt, dass man “gern mit [mir] zusammenarbeiten” würde. War schon ein tolles Gefühl, den Ordner/Personalakte mit dem eigenen Namen auf dem Tisch liegen zu sehen!

Am zweiten Tag folgten dann die Untersuchung der Tropentauglichkeit und ein Gespräch mit der Regionalbetreuerin “meines” Landes – Kamerun.

Einen Schreck gab es noch – als ich nämlich drei Tage nach der Untersuchung erfuhr, dass zwei Werte außerhalb der Norm seien und ich das nochmal untersuchen lassen müsste. Habe ich dann auch gleich gestern gemacht und siehe da – heute war alles fast wieder ok. Und nach Aussage der Ärzte wäre das eh kein Grund, mir die Tauglichkeit abzusprechen. Wieso musste ich dann nochmal zum Arzt?! Naja.

Es steht dem Einsatz als EH (Entwicklungshelfer) also nichts mehr im Weg. Ach ja – der Vertrag muss noch unterschrieben werden.

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