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Posts Tagged ‘Arbeit’

Scheiße

Da hatte ich die Vorstellung, dass ich wie früher hier arbeite, alles ein großes Ferienlager ist und wir einen Haufen Spaß haben. Statt dessen läuft hier irgendwas gewaltig schief: Wir schweigen uns an – schlimmer als zwei Unbekannte. Außer der Arbeit läuft gar nichts. Und irgendwie ist alles ganz ganz anders, als in meiner Vorstellung.

In einem Zustand, in dem man sich als Arbeitskraft willkommen und als Person maximal geduldet vorkommt, verliert man jegliche Lust, überhaupt noch was zu tun.

Scheiße. Keine Ahnung, wie das passieren konnte.

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Statusbericht

Eine Woche voller Arbeit geht nicht zu Ende. Nein, wir arbeiten einfach weiter, als ob es kein Wochenende gäbe.

Der ursprüngliche Plan, dass ich hier nur ein paar Tage Äpfel pflücke, ging schon am Montag den Bach runter. Dienstag waren dann die verhagelten Äpfel in Arbeit. Dieses Jahr hatten wir hier nämlich zwei Mal verheerenden Hagel. Den Äpfeln unterm Hagelnetz ist nichts passiert – aber die ungeschützten …

Braeburn-Ernte mit K2 unterm Hagelnetz.

Braeburn-Ernte mit K2 unter Hagelnetz.

Ein Teil war schon lang verfault wegen der tiefen Einschläge, der Rest unverkäuflich (als Tafeläpfel). Dienstag haben wir dann also einige Kisten noch mal sortiert, weil auch während der Lagerung hier auf dem Hof wieder einige verfault waren. Mittwoch dann kam der LKW, der so um die 30 Tonnen mitnahm. Wir werden dafür vermutlich ca. 1000 Euro erhalten. Schlechtes Geschäft. Sehr schlechtes. Und die Äpfel fehlen im Verkauf.

Auskippen der Mostäpfel auf den LKW.

Auskippen der Mostäpfel auf den LKW.

Daher wurde im Frühjahr der Entschluss gefasst, dass die bisher ungeschützte Fläche auch unter ein Netz muss. Zusätzlich konnten wir Nachbarfläche dazupachten und pflanzen vier neue Reihen Birnen. Daraus ergab sich wieder ein Haufen Arbeit: Bäume auf der Nachbarfläche roden, Holz wegfahren, Parzelle ausmessen, Grenzstein suchen, alten Zaun abbauen, neuen Zaun aufbauen.

In den nächsten Tagen müssen dann die neuen Reihen “ausgefluchtet” werden, d.h. alle Pfosten dieser Reihen werden per Auge und zwei Personen schön in einer Reihe in den Boden geschlagen. Dann müssen die Pfosten für das Hagelnetz in der kompletten Anlage verteilt werden. Neue Pfosten, weil die für das Netz 4 m hoch sind und “normale” Pfosten nur 2,50 – diese können also nicht für das Netz verwendet werden. Eine umständliche Angelegenheit – normalerweise baut man so ein Netz, bevor die Bäume stehen.

Bau des neuen Zauns.

Bau des neuen Zauns.

Der Mensch, der die großen Pfosten reindrückt, kommt am Mittwoch. Keine Ahnung, ob wir bis dahin alles schaffen. Danach wird dann unser Apfelsaft gepresst. Dazu kommt eine mobile Mosterei auf den Hof. Die Aktion dauert dann auch zwei Tage.

Ist jetzt jemandem aufgefallen, dass ich noch gar nicht vom Äpfelpflücken geredet habe? Ähem. Diese Äpfel brauchen wir aber für unseren Saft. Also ick weeß nich, wie dat noch werden soll. Nur soviel, dass mein Aufenthalt hier doch ein wenig länger als gedacht dauert.

Und noch: Container ist super, nur bin ich inzwischen schon wieder woanders, nachts kanns es schweinekalt sein, ohne Internet ist mal auch nicht schlecht, ohne Kaffe gehts morgens gar nicht.

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