Ich glaub, das ist der schlimmste Augenblick des Jahres für mich.
Wochenlang wird man dringend gebraucht und dann kommt das Loch des Nichtstuns. Klar, da warten andere Aufgaben auf mich – aber das isses einfach nicht.
Vor allem mit Herrn H. zusammenzuarbeiten, macht einfach Spaß. Meist verstehen wir uns einfach wortlos. Da gucken andere auf dem Hof manchmal ganz schön blöd, wenn wir in aller Stille oder mit nur einem Wort Sachen abmachen und sie überhaupt nichts davon mitgekriegt haben. Oder wenn wir am Erdbeerstand mit einem Blick klarmachen, wie wir schwierigen Kunden begegnen. Soetwas hat man wahrscheinlich selten, so ein Verständnis füreinander. Dann ist es umso schwerer, Abschied zu nehmen.
Denn nach dem Ende der Ernte naht nun auch mein Ende hier im Ländle. Wie ich das verkrafte, weiß ich noch nicht, im Moment schwanke ich zwischen Depression und Euphorie. Endlich etwas Neues anfangen ist spannend, aber sich vom besten Freund zu trennen ist superhart.



