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Posts Tagged ‘heulen’

Irrtum

Jedem Studi droht zum Abschluss des Studiums eine irgendwie geartete halbwegs selbstständig erstellt Arbeit.

Meine sollte schnell gehen, nicht mit Dreck von Feld oder Wiesen verbunden sein, ohne Reiseaktivitäten auskommen und mögich einfach von zu Hause aus zu erledigen sein.

Gedacht – gelesen: die Ausschreibung einer Arbeit zu Dormanz (Keimruhe) bei Rapssamen. Gleich zur Betreuerin, hörte sich alles super an: Ein paar kleine Keimversuche (untersucht werden soll, ob und welchen Einfluss Beizmittel auf die Keimung haben), so ca. 4 wochen lang einmal die Woche die gekeimten Samen zählen und locker nach 3 Monaten fertig sein. Die Betreuerin meinte, vielleicht seien die reinen Keimversuche zu Beize etwas wenig, man könne ja auch noch ein bisschen den Einfluss des TKG (Tausendkorngewichts) untersuchen. Klar wieso nicht.

Natürlich sind dazu auch einige Vorbereitungen zu treffen: Man muss Petrischalen beschriften, Samen in 100er-Gruppen auszählen (dazu gibt es glücklicherweise eine Maschine), Versuchsplan erstellen. Dazu war ich heute am Institut. Eine überaus freundliche Mitarbeiterin hatte mir schon den Versuchsplan gemacht.

Und ich schaute mir an, welche Sorten die beauftragende Saatgutfirma geschickt hatte. Irgendwie sah das viel aus, ich war irritiert. Als ich mir (noch relativ gelassen) den Ablauf erklären ließ, lichteten sich die Schleier: Es sollen 4 Sorten untersucht werden. In jeweils 3 Beizvarianten. Das wären dann 12 Versuche. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, macht man alle Versuche in vierfacher Ausführung – also wären wir schon bei 48. Jeder Versuch wird wie gesagt mit 100 Samen durchgeführt – also sind wir bei 4800 Samen, die ich begucken muss.

Und dann der Schock:
Aus der kleinen TKG-nebensächlichen-mini-Untersuchung wurde plötzlich ein größerer Versuch als der Beizversuch. Wieder sollen 4 Sorten getestet werden. Und die gibt es in jeweils 4 Partien, damit wären also 16 verschiedene “Sorten” zu untersuchen. Alles natürlich wieder in 4facher Ausführung womit wir dann bei ungefähr 524987 Körners wären. Gefühlte Schätzung. Vielleicht kann ja mal einer nachrechnen und mir sagen, dass es nur 524986 sind.

Wieso passiert mir sowas???? Ich wollte was gaaaaanz einfaches!! Irgendwer muss das in den falschen Hals gekriegt haben. Statt vier gemütlichen Zählterminen erwarten mich jetzt … ach schitt, bei 20 hab ich aufgehört zu zählen. Ich muss jetzt quasi jeden Tag ins Labor! Buhuuuu – so war das nicht gedacht!!! Ick will weg!

So langsam fühle ich mich, als ob da jemand von innen nagt – mich so ganz genüßlich von innen mit den Zähnen abschabt. Mahlzeit.

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Sicher nicht nur an meiner Uni kursieren Fragenkata.loge zu den diversen Vorlesungen. So einen Katal.og hat man in den seltensten Fällen selbst erstellt. Daher findet man immer mal wieder lustige Sachen drin:

86) What are the characteristics of half-sib family selection in rye?
Antwort: blabla bla (ausführliche Erläuterung)

87) What are the characteristics of half-sib family selection in maize?
Antwort: blabla bla (ausführliche Erläuterung)

88) What are the characteristics of half-sib family selection in sugar beet?
Antwort: blabla bla (ausführliche Erläuterung)

Ich bin schon ganz groggy von dem ganzen Zeug, drehe das Blatt um und schon wieder …

89) What are the characteristics of Petkus-method in rye?
Antwort: Jetzt reichts aber mit den scheiß Methoden!!!

… und weiter gehts mit Frage 90 ;o))) Und jetzt wisst Ihr auch alle, dass ich erst heute bei Frage 86 angekommen bin. Falls also morgen was über Petkus gefragt wird, muss ich wohl passen. Vielleicht komme ich ja dann auf eine 10. Prüfung. Zur Zeit bin ich bei 9 (NEUN!).

Ickdrehnodurcheh.

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