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Posts Tagged ‘Schwaben’

Fazit

Beim Wein mit Mel festgestellt, dass mich das Leben hier bei den Schwaben humorlos gemacht hat.

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Der heutige Tag begann als echter bad hair day.

Dass meine Haare morgens eine Katastrophe sind, kenne ich ja schon. Wenn ich aber gleich morgens, wo ich gerademal die Hymne zustande bringe, schon von der dauerplappernden Frau G. erwartet werde, ist die bis dahin mäßige Laune vollends am Arsch.

Und dann kommt diese Tussi auch noch mit DER Frage: “Ond wo ischs na scheener: Hier em Schwobaländle odr do en Berlin?”. Da ich aber in jahrelangem Training geübt habe, meine Emotionen zu kontrollieren, explodierte ich nur innerlich. Dann schleuderte ich in ihr, voller Erwartung der Antwort “Hier natürlich”, bereits überheblich grinsendes Gesicht ein “Berlin natürlich, das ist die beste Stadt der Welt!”. Und voller Genugtuung feixte ich mir eins, als ihr daraufhin das Grinsen einfror.

Das hört sich jetzt wenig spektakulär an, aber wer die Schwaben kennt, weiß, wie empfindlich sie auf Miss- oder gar Verachtung ihres schönen Landes reagieren.

Weiterhin übelst gelaunt hisste ich diesmal mit Herrn H. und ohne Hymne die Flagge. Aber Herrn H. wäre nicht Herrn H. wenn er nicht auch damit umgehen könnte. So war er mal wieder die Süßigkeit in Person, wir beschimpften uns ein bissel gegenseitig in schönstem schwäbischen Slang, ich musste lachen und der Tag wurde gut.

Später auf unserer Shoppingtour begeisterte ich mich mit Irakli für Gretschka mit Smetana, wir kauften Suschki und besprachen das Menü für unsere russische Party. Dann schaute ich noch bei Aliya vorbei, wir mampften Erdbeeren und belustigten uns über die Probleme mit der jeweils anderen Sprache.

In solchen Momenten liebe ich das Leben hier und verschwende keinen Gedanken an meinen Umzug. Dann lese ich wieder die 1000 guten Gründe von Jule und will sofort nach Rostock.

Kurz darauf höre ich “Ja umiraju bes tebja” vom romantischen Dima Bilan, sterbe mit ihm und will nach RU. In der nächsten Minute ruft Herr H. an und erzählt mir von seiner neuesten Erfindung, wir beschimpfen uns wieder ein bissel und ich beschließe, doch hier zu bleiben. C’est la vie!

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